Politik

Tote nach Horror-Angriff

22. August 2026
Tote nach Horror-Angriff

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih sind laut Behörden mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt worden. Präsident Selenskyj spricht von einem Angriff in zwei Wellen, auch auf Rettungskräfte.

Foto: Wikimedia Commons / Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0

In der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist ein belebtes Einkaufszentrum Ziel eines russischen Angriffs geworden. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden dabei mindestens 15 Menschen getötet, unter den Opfern sollen auch Kinder sein. Zudem gibt es demnach mehr als 130 Verletzte, darunter 23 Kinder. Der Regionalgouverneur Olexandr Hanscha erklärte, dass die Zahl der Opfer noch steigen könne.

Mehrere Geschäfte in dem Komplex gingen nach dem Einschlag in Flammen auf. Nach bisherigen Angaben lief der Angriff offenbar in zwei Schritten ab: Zunächst soll eine Langstreckendrohne eingeschlagen sein, später folgte eine weitere Drohne. Ein nicht verifiziertes Video zeigt, wie eine Drohne auf das Dach eines Gebäudes stürzt, aus dem bereits Rauch aufsteigt.

Selenskyj spricht von zwei Wellen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dessen Heimatstadt Krywyj Rih ist, bezeichnete die Attacke auf Facebook als besonders zynisch. Er schilderte, dass rund eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Brand ein weiterer Angriff erfolgt sei. Dieser habe laut Selenskyj auch die Rettungskräfte getroffen. Für ihn handelt es sich um einen Terrorakt, auf den die internationale Gemeinschaft mit mehr Druck auf Russland reagieren müsse.

Auch andere Regionen betroffen

Krywyj Rih war bereits vor wenigen Tagen Ziel russischer Angriffe mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen. Damals starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten. Auch aus der Region Mykolajiw wurden Tote gemeldet: Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums kamen dort mindestens vier Menschen ums Leben, darunter drei Kinder. Im Gebiet Charkiw wurden laut Behörden zudem mindestens zwei Menschen bei Drohnenangriffen auf ein Dorf getötet.

Die Vereinten Nationen verweisen auf einen starken Anstieg der zivilen Opfer in der Ukraine. Demnach wurden allein im Juli 437 Zivilisten getötet — so viele wie seit den ersten Monaten der russischen Invasion nicht mehr. Auch aus dem russisch besetzten Donbass wurden nach ukrainischen Angriffen Tote und Verletzte gemeldet.

Quelle: Tagesschau

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