Politik

Sprengdrohne vor Gasfeld zerstört

20. August 2026
Sprengdrohne vor Gasfeld zerstört

Rumäniens Luftwaffe hat im Schwarzen Meer eine mit Sprengstoff bestückte Drohne abgeschossen. Das Flugobjekt wurde nur wenige hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep entfernt gestoppt.

Vor der rumänischen Schwarzmeerküste hat die Armee eine gefährliche Drohne gestoppt: Ein F-16-Kampfjet schoss das Flugobjekt ab, nachdem es sich dem Gasfeld Neptun Deep genähert hatte. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war die Marine-Drohne mit Sprengstoff beladen. Getroffen wurde sie nur wenige hundert Meter von der Offshore-Anlage entfernt.

Woher die Drohne kam, ist laut den Behörden bisher nicht geklärt. Verteidigungsminister Radu Miratu erklärte jedoch auf Facebook, dass sie nicht aus der Ukraine stammen solle. Rumäniens Präsident Nicosur Dan machte dagegen Russland für den Zwischenfall verantwortlich und sprach von einer gefährlichen Zuspitzung.

Rennen gegen die Zeit

Nach Darstellung des Präsidenten musste der Einsatz der Luftwaffe besonders schnell erfolgen, um die Beschäftigten auf der Plattform zu schützen. Auf dem Gasfeld arbeiten nach Regierungsangaben derzeit hunderte Menschen. Die Inbetriebnahme des Projekts ist für 2027 geplant. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wertete den Vorfall als Teil einer wachsenden Bedrohung.

Mehrere Vorfälle seit Jahresbeginn

Rumänien verzeichnet seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder Drohnenvorfälle. Allein in diesem Jahr wurden nach dem jüngsten Zwischenfall mindestens fünf Drohnen über dem NATO-Staat abgefangen. Das Land wird deshalb beim Schutz seines Luftraums von größeren Bündnispartnern unterstützt.

Auch in Deutschland wächst die Sorge wegen solcher Zwischenfälle. Erst vor kurzem hatte der Fund einer ebenfalls mit Sprengstoff präparierten Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle neue Fragen zur Abwehr solcher Fluggeräte aufgeworfen. Der Fall in Rumänien zeigt nun erneut, wie real die Gefahr geworden ist.

Quelle: Tagesschau

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