Spanien: Zehntausende demonstrieren gegen Wohnungsnot
In mehr als 50 spanischen Städten sind am Samstag Menschen gegen steigende Mieten auf die Straße gegangen, nachdem das Parlament zwei Wohndekrete von Pedro Sánchez abgelehnt hatte.
- Madrid: 70.000 Teilnehmer laut Regierung, bis zu 500.000 laut Veranstaltern
- Barcelona: Kundgebung wegen Unwetterwarnung verschoben
- Valencia: Polizei setzt Gummigeschosse und Tränengas ein
- Sánchez erwägt laut El País Neuwahlen im November
Auslöser war die Zwangsräumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal in Madrid. Die Regierung wollte mit den Dekreten unter anderem Zwangsräumungen bei schutzbedürftigen Menschen verhindern und befristete Mietverträge entfristen.
Konservative und rechtspopulistische Abgeordnete stimmten dagegen. Seit die Partei Junts mit sieben Abgeordneten vor knapp einem Jahr die Gefolgschaft aufkündigte, bringt die Regierung kaum noch Vorhaben durchs Parlament.
Valeria Racu, Sprecherin des Mieterverbands von Madrid, sagte: „Die Macht ist zurück auf der Straße.“ Sie forderte einen Generalstreik.
Sánchez will laut El País die Proteste abwarten und dann über Neuwahlen entscheiden. Sein Büro lehnte eine Stellungnahme ab.
Quelle: Tagesschau, ORF, SRF






