Iran: Ein Euro kostet erstmals drei Millionen Rial
Der iranische Rial hat auf dem freien Markt einen neuen Tiefstand erreicht: Für einen Euro werden erstmals drei Millionen Rial verlangt.
- Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 auf rund 70 Euro gefallen
- Brot kostet 500.000 statt 250.000 Rial
- Reis: 5,5 statt 3,5 Millionen Rial pro Kilogramm
- Hintergrund: Krieg seit Februar und verschärfte US-Sanktionen
Den Kurs meldet das iranische Finanzportal bon-bast.com, die dpa und der ORF berichteten darüber. Seit Beginn des USA-Iran-Kriegs im Februar rutscht die Währung immer wieder auf neue Tiefstände.
Die USA antworteten auf die Sperrung der Straße von Hormus mit einer Blockade iranischer Seehäfen, wie die DW schreibt. Der Ölhandel des Landes liegt dadurch nahezu still, zudem treffen neue Sanktionen unter anderem Banken und Luftfahrtunternehmen.
Die Abwertung verteuert Importe von Konsumgütern und Rohstoffen und heizt die Preise im Land an. Menschen in Teheran schilderten der dpa, Fleisch sei für viele Haushalte inzwischen unerschwinglich.






