Politik

Sieben Tote nach Luftangriff

15. August 2026
Sieben Tote nach Luftangriff

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind mindestens sieben Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Israel spricht von einem Schlag gegen Hisbollah-Ziele als Reaktion auf einen früheren Angriff.

Im Südlibanon sind bei einem schweren israelischen Luftangriff mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums waren unter den Toten drei Kinder und zwei Frauen. Der Angriff zählt zu den folgenschwersten seit dem Rahmenabkommen, dem der Libanon vor einigen Wochen im Zuge der Bemühungen um ein Ende der Kämpfe mit Israel zugestimmt hatte.

Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurde am Morgen ein Haus am Rand des Dorfes Ansar getroffen. Rettungskräfte suchten demnach weiter in den Trümmern. Zusätzlich seien auch Angriffe auf den strategisch wichtigen Ali-Taher-Berg gemeldet worden.

Israel spricht von Vergeltung

Die israelische Armee erklärte, Ziel des Einsatzes seien Einrichtungen der vom Iran unterstützten Hisbollah gewesen. Der Angriff sei eine Reaktion auf einen tödlichen Vorfall, bei dem in der vergangenen Woche zwei israelische Soldaten im Südlibanon durch eine Explosion getötet worden waren. Die Hisbollah hatte sich dazu bislang nicht geäußert und reagierte zunächst auch nicht auf die jüngsten Angriffe.

Ein vor Ort anwesender Fotograf berichtete zudem, dass auch Anwohner von einem Hisbollah-Stützpunkt gesprochen hätten. Zugleich seien Aufnahmen aus bestimmten Bereichen des zerstörten Hauses, eines beschädigten Autos und eines gegenüberliegenden bewaldeten Tals untersagt worden.

Waffenruhe bleibt brüchig

Das Abkommen vom Juni sieht vor, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückzieht, während die Hisbollah entwaffnet werden soll. Die Miliz ist an dieser Vereinbarung jedoch nicht beteiligt und lehnt eine Entwaffnung ab. Trotz der Waffenruhe setzt das israelische Militär seine fast täglichen Angriffe auf Gebiete nördlich des Litani-Flusses fort.

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