Politik

Schüsse bei Rave: Frau tot

30. August 2026
Schüsse bei Rave: Frau tot

Bei einer Rave-Party auf der Pferderennbahn in Aarau ist eine 22-jährige Frau durch Schüsse getötet worden. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, die Polizei fahndet landesweit nach dem oder den Tätern.

Foto: Ssch at German Wikipedia Later versions were uploaded by Enslin at de.wikipedia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Nach den tödlichen Schüssen bei einer Rave-Party auf der Pferderennbahn in Aarau läuft die Fahndung auf Hochtouren. Am frühen Sonntagmorgen wurde in die Menge geschossen. Eine 22-jährige Frau starb noch am Tatort, fünf weitere Personen kamen verletzt ins Spital. Zum Motiv gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine in der Schweiz wohnhafte Italienerin. Unter den Verletzten sind vier Männer und eine junge Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren, alle mit Wohnsitz in der Schweiz. Zwei von ihnen besitzen ebenfalls die italienische Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der Polizei schwebt derzeit niemand in Lebensgefahr. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass es sich bei den Betroffenen um Zufallsopfer handelt.

Grossfahndung läuft weiter

Die Kantonspolizei Aargau sucht auch am Sonntagabend noch mit einer landesweiten Grossfahndung nach dem oder den Schützen. Noch ist unklar, ob eine einzelne Person oder mehrere Täter beteiligt waren. Hinweise auf die Täterschaft gibt es laut Polizei derzeit nicht. Gleichzeitig gehen die Behörden davon aus, dass sich die gesuchte Person oder Gruppe nicht mehr in Aarau aufhält.

Italien schaltet sich ein

Der Fall beschäftigt inzwischen auch die italienische Politik. Aussenminister Ignazio Cassis sprach mit seinem italienischen Amtskollegen Antonio Tajani und sagte Unterstützung bei den Ermittlungen zu. Aus Italien hiess es zudem, dass der Krisenstab bereits die Familie des Opfers betreue. Vertreter der Botschaft in Bern sowie ein Verbindungsbeamter der Staatspolizei sollen an den Tatort reisen. Später übermittelte auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Angehörigen ihr Beileid.

Rund um den Aarauer Schachen blieb das Gebiet grossräumig abgesperrt, die Polizei war mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Die Behörden betonen derzeit, dass von der Täterschaft nach aktuellem Stand keine weitere Gefahr ausgehen soll.

Quelle: SRF

Mehr aus Politik

Wong bekennt sich schuldig
Politik02. September 2026

Wong bekennt sich schuldig

Der inhaftierte Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat sich in Hongkong in einem weiteren Verfahren schuldig bekannt. Dem 29-Jährigen wird Verschwörung mit ausländischen Kräften vorgeworfen, es drohen weitere Jahre Haft.

Alarm um Tunesiens NGOs
Politik02. September 2026

Alarm um Tunesiens NGOs

Menschenrechtler werfen Präsident Kais Saied vor, in Tunesien immer härter gegen die Zivilgesellschaft vorzugehen. Laut Aktivisten und Human Rights Watch werden Organisationen eingeschüchtert, suspendiert und strafrechtlich unter Druck gesetzt.

Berlin schlägt gegen Moskau zurück
Politik02. September 2026

Berlin schlägt gegen Moskau zurück

Nach einem vereitelten Drohnenangriff am Flughafen Leipzig macht die Bundesregierung Russland verantwortlich. Berlin reagiert mit der Schließung des letzten russischen Generalkonsulats in Deutschland und weiteren Maßnahmen.

Neue Angriffe im Nahen Osten
Politik02. September 2026

Neue Angriffe im Nahen Osten

Die USA haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran nahe der Straße von Hormus angegriffen. Iran meldet zivile Opfer und reagierte laut Jordanien mit 13 ballistischen Raketen auf den jordanischen Luftraum.

Flut-Horror in Nepal
Politik01. September 2026

Flut-Horror in Nepal

Nach den schweren Überschwemmungen im Himalaya sind allein in Nepal mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Tausende gelten in Nepal und China weiter als vermisst, während Helfer vor wachsenden Gesundheitsgefahren warnen.

Berlin zeigt Moskau an
Politik01. September 2026

Berlin zeigt Moskau an

Die deutsche Regierung macht Russland für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig verantwortlich. Nach neuen Ermittlungen kündigte Berlin Sanktionen, schärfere Einreisekontrollen und die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn an.