Sport

Roboter sprintet Bolt davon

23. August 2026
Roboter sprintet Bolt davon

Bei den World Humanoid Robot Games in Peking hat ein humanoider Roboter die 100 Meter in 9,39 Sekunden geschafft. Damit lag er sogar unter der offiziellen Bestzeit von Usain Bolt.

Was für ein Auftakt in Peking: Bei den World Humanoid Robot Games hat ein humanoider Roboter über 100 Meter für eine Sensation gesorgt. Das Modell des chinesischen Teams X-Humanoid sprintete in 9,39 Sekunden ins Ziel – und war damit schneller als die offizielle Weltrekordmarke von Usain Bolt, der die Strecke einst in 9,58 Sekunden lief.

Spektakulär wurde es nicht nur auf der Bahn. Nach ihren Läufen krachten mehrere Roboter in eine Schutzwand – ein bizarrer Anblick zum Start der Wettkämpfe. Laut chinesischem Staatsfernsehen soll ein Roboter des Smartphone-Herstellers Honor im Vorfeld sogar noch schneller gewesen sein und die 100 Meter in 9,32 Sekunden absolviert haben.

Mehr als nur Sprint und Weitsprung

Bis zum 26. August treten die Maschinen in der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking in insgesamt 51 Disziplinen an. Erwartet werden mehr als 660 Teams mit über 2000 Robotern aus 16 Ländern. Die meisten Teilnehmer kommen aus China und sind Unternehmen oder Universitäten zugeordnet.

Roboter als Zukunftsprojekt

Hinter dem Großevent steckt auch ein politisch-wirtschaftlicher Kurs. Chinas Regierung hat sogenannte verkörperte Künstliche Intelligenz als Zukunftsindustrie ausgerufen. Entsprechend investieren viele Firmen und Hochschulen in humanoide Systeme, die nicht nur im Sport, sondern auch in alltagsnahen Szenarien funktionieren sollen.

Wie groß das Interesse inzwischen ist, zeigt auch der Kapitalmarkt: Erst kürzlich sorgte der Roboterbauer Unitree mit einem furiosen Börsenstart in Shanghai für Schlagzeilen. Die Aktie legte zum Debüt um 629 Prozent zu. Die Spiele in Peking sind damit nicht nur eine Show der Technik – sondern auch ein Schaufenster für Chinas Robotik-Offensive.

Quelle: SRF

Mehr aus Sport

Schweizer Tennis blamiert sich
Sport02. September 2026

Schweizer Tennis blamiert sich

Bittere US Open für die Schweiz: In New York scheiterten alle vier Starter schon in Runde eins. Auch Belinda Bencic verspielte trotz starker Führung noch ihren Auftakt.

Dortmund locker weiter
Sport02. September 2026

Dortmund locker weiter

Borussia Dortmund hat die erste Runde im DFB-Pokal souverän gemeistert. Beim Fünftligisten HEBC gewann der Vizemeister im Hamburger Volksparkstadion klar mit 5:0 vor 45.917 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Struff live, Zverev nachts dran
Sport02. September 2026

Struff live, Zverev nachts dran

Im Tennis sind mehrere deutsche Profis im Einsatz oder warten noch auf ihren Auftritt. Während Jan-Lennard Struff bereits spielt, sind Tatjana Maria in Wartestellung sowie Daniel Altmaier und Alexander Zverev erst in der Nacht gefordert.

Schweinsteiger zieht den Pokal
Sport02. September 2026

Schweinsteiger zieht den Pokal

Bastian Schweinsteiger übernimmt am Samstag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde. Die Ziehung für die Spiele am 27. und 28. Oktober läuft ab 17.45 Uhr live in der ARD.

San warnt vor Schiri-Druck
Sport01. September 2026

San warnt vor Schiri-Druck

In der Schweiz sind seit dieser Saison acht Schiedsrichter der Super League Vollprofis. Einer von ihnen ist Fedayi San, der vor wachsendem Druck, Fehlern und dem schnellen Karriere-Aus warnt.

Boxprofi begeistert die Jüngsten
Sport01. September 2026

Boxprofi begeistert die Jüngsten

In Baden startet Profiboxer Ando Hakob im Trafo eine neue Trainingsgruppe für Kinder von 6 bis 10 Jahren. Trotz anfänglicher Zweifel ist das Interesse am Crossboxing laut Bericht überraschend groß.