Politik

Richterin stoppt Trumps Wahlplan

28. August 2026
Richterin stoppt Trumps Wahlplan

In den USA hat eine Bundesrichterin verschärfte Briefwahl-Regeln von Präsident Donald Trump vorerst gestoppt. Gut zwei Monate vor den Midterms sieht das Gericht die Vorgaben als wahrscheinlich verfassungswidrig und praktisch nicht rechtzeitig umsetzbar an.

Knapp zwei Monate vor den US-Zwischenwahlen hat eine Bundesrichterin die verschärften Briefwahl-Vorgaben von Donald Trump zunächst ausgebremst. In ihrer einstweiligen Verfügung bezeichnete sie den Erlass als wahrscheinlich verfassungswidrig. Außerdem sei eine Umsetzung mit Blick auf die Midterms am 3. November faktisch kaum noch machbar.

Hintergrund ist vor allem der enge Zeitplan: In ersten Bundesstaaten startet die Briefwahl bereits in der kommenden Woche. Nach Trumps Plänen sollte die US-Post USPS deutlich stärker in die Kontrolle eingebunden werden. So sollten die Bundesstaaten unter anderem das Design ihrer Briefwahl-Umschläge zur Genehmigung vorlegen.

Post sollte zentrale Rolle bekommen

Zusätzlich war vorgesehen, dass Wahlunterlagen nur noch an Bürgerinnen und Bürger ausgeliefert werden, die in einem von den Bundesstaaten übermittelten Wählerverzeichnis stehen. Die wichtigsten Punkte der geplanten Regeln:

Republikaner verteidigen die Maßnahmen mit dem Verweis auf angeblichen Wahlbetrug. Kritiker sehen dagegen den Versuch, die Stimmabgabe per Post zu erschweren. Das ist politisch besonders brisant, weil demokratische Wähler häufiger per Brief abstimmen als republikanische.

Brisante Lage vor den Midterms

Bei der Wahl Anfang November werden rund ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu bestimmt. Weil die Republikaner in beiden Kammern nur knapp vorne liegen, kann praktisch jedes Mandat entscheidend sein. Verlieren sie ihre Mehrheit in einer oder sogar beiden Kammern, würde es für Trump deutlich schwerer, seine Vorhaben im Kongress durchzubringen. Die zuständige Richterin Indira Talwani hatte die Pläne schon einmal gestoppt, ehe der Oberste Gerichtshof ihre Anordnung erst am Montag aufgehoben hatte.

Quelle: ORF

Mehr aus Politik

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien
Politik07. Oktober 2026

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien

Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pest-Instituts bei Irkutsk ist gestorben, ein Lungenpestfall ist aber nicht bestätigt; WHO und USA fordern Aufklärung.

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt
Politik07. Oktober 2026

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig gegen digitale Gewalt beschlossen, nun berät der Bundestag darüber.

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause
Politik07. Oktober 2026

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause

Die Spitzen von Union und SPD beraten am Abend im Kanzleramt über den Reformkurs, die SPD verlangt Änderungen am Paket, Kanzler Friedrich Merz will die bisherige Linie halten.

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Politik07. Oktober 2026

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober
Politik07. Oktober 2026

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall haben Menschen in Israel der Opfer gedacht, am Nova-Gedenkort bei Reim ab 6.29 Uhr Ortszeit mit einer Schweigeminute.

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg
Politik07. Oktober 2026

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt steht erstmals in einem Bundesland ein AfD-Politiker an der Spitze des Landtags: Tobias Rausch wurde am 6. Oktober mit 48 Stimmen gewählt.