Oz flopte erst, wurde Legende
1939 kam „Der Zauberer von Oz“ ins Kino und gilt heute als Hollywood-Klassiker. Zum Start verursachte der aufwendige Fantasy-Film trotz rund 3 Millionen Dollar Einnahmen einen Verlust von etwa 1,1 Millionen Dollar.
Foto: filmstarts
Heute ist „Der Zauberer von Oz“ einer der berühmtesten Filme der Hollywood-Geschichte. Der Fantasy-Klassiker von 1939 gehört zu den meistgesehenen Filmen überhaupt und ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Dass das Werk einmal als finanzielles Problem galt, wirkt aus heutiger Sicht fast unglaublich.
Denn die Produktion war für die damalige Zeit extrem teuer. Die Verfilmung nach dem Kinderbuch von Lyman Frank Baum verschlang laut den Angaben rund 2,8 Millionen Dollar – umgerechnet heute etwa 63 Millionen Dollar. Für das Studio Metro-Goldwyn-Mayer war das ein gewaltiger Aufwand. An den Kinokassen blieb der große Triumph zunächst aber aus: Der Film spielte nur etwa 3 Millionen Dollar ein und brachte damit unter dem Strich einen Verlust von rund 1,1 Millionen Dollar.
Teure Dreharbeiten mit Regie-Wechseln
Ein Grund für die hohen Kosten waren die personellen Turbulenzen hinter der Kamera. Zunächst begann Richard Thorpe mit den Dreharbeiten, wurde aber schon nach einer Woche ersetzt. Danach übernahm Victor Fleming weite Teile der Regie. Kurz vor dem Ende wechselte auch er zum parallel entstehenden Film „Vom Winde verweht“. Den Abschluss der Arbeiten übernahm schließlich King Vidor.
- Richard Thorpe startete die Produktion
- Victor Fleming führte anschließend größtenteils Regie
- King Vidor beendete die Dreharbeiten
Vidor drehte dabei auch die berühmte Szene, in der Judy Garland den später weltbekannten Song singt. Gerade diese Momente machten den Film über die Jahre zu einem Klassiker der goldenen Hollywood-Ära – obwohl der Start alles andere als märchenhaft verlief.
Auch beim Casting lief nicht alles glatt
Nicht nur auf dem Regiestuhl gab es Unruhe. Auch die Besetzung der Hauptrolle war laut Quelle problematisch. Ursprünglich wollte MGM für Dorothy zunächst Shirley Temple verpflichten. Schon daran zeigt sich: Der Weg des Films zum Welterfolg war kompliziert, teuer und voller Umwege. Umso erstaunlicher ist, welchen Platz sich „Der Zauberer von Oz“ heute in der Filmgeschichte gesichert hat.
Quelle: filmstarts






