Trauer um Bruno Kramm
Die Gothic-Szene trauert um Bruno Kramm. Der Mitgründer von Das Ich starb im Alter von 58 Jahren nach einem Konzert im spanischen Granada; die genaue Todesursache ist bislang nicht bekannt.
Foto: lomazoma
Die deutsche Dark-Wave- und Gothic-Szene verliert eine ihrer prägenden Figuren: Bruno Kramm ist tot. Der Musiker, Komponist und Produzent starb im Alter von 58 Jahren, nachdem er am Freitagabend noch mit Das Ich in Granada auf der Bühne gestanden hatte.
Nach dem Konzert kam es in den Räumen des Veranstaltungsorts zu einem medizinischen Notfall. Rettungskräfte wurden alarmiert, konnten Kramm aber nicht mehr retten. Der Veranstalter Distortiongirl Eventos bestätigte den Tod des Musikers anschließend in den sozialen Netzwerken.
Todesursache weiter unklar
Woran Bruno Kramm starb, ist derzeit noch nicht bekannt. Spanische Medien berichten laut Quelle, dass die Behörden aktuell von einem natürlichen Todesfall ausgehen. Weitere gesicherte Angaben zu den Umständen liegen bislang nicht vor.
In der schwarzen Szene hat die Nachricht große Bestürzung ausgelöst. Auch Danse Macabre Records erinnerte an Kramm. Sein langjähriger Bandpartner Stefan Ackermann hatte sich zunächst nicht öffentlich geäußert. Kramm hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.
Mit Das Ich zur Szene-Ikone
Kramm lernte Ackermann 1986 in Bayreuth kennen. Gemeinsam spielten sie erst bei Dying Moments, bevor später Das Ich entstand. In den 1990er Jahren wurde die Band zu einem der bekanntesten Namen der Neuen Deutschen Death Art. Kramm galt dabei nicht nur als Keyboarder, sondern auch als kreativer Kopf hinter dem markanten Klang der Gruppe.
- Wichtige Alben: „Die Propheten“, „Staub“, „Egodram“
- Bekannte Songs: „Gottes Tod“, „Destillat“
- Weitere Rolle: Produzent und Labelmacher bei Danse Macabre
Mit seiner Arbeit als Musiker, Produzent und Förderer anderer Acts prägte Bruno Kramm die Szene weit über seine eigene Band hinaus. Für viele Fans und Weggefährten bleibt er damit eine der wichtigsten Stimmen des deutschen Gothic- und Dark-Wave-Kosmos.
Quelle: lomazoma






