Politik

Oman gerät unter Trump-Druck

25. August 2026
Oman gerät unter Trump-Druck

Im Konflikt um die Straße von Hormus steckt Oman zwischen den USA und Iran fest. Während Maskat mit Teheran über ein Abkommen verhandelt, reagiert US-Präsident Donald Trump laut Berichten mit scharfen Drohungen.

Das Sultanat Oman steht im Streit um die Straße von Hormus plötzlich selbst im Fokus. Während Maskat seit Wochen mit Iran über eine Regelung für die wichtige Schifffahrtsroute verhandelt, kommt nun massiver Druck aus Washington. Laut Tagesschau soll US-Präsident Donald Trump dem kleinen Golfstaat in einem Telefonat mit Fox News sogar mit Bombardierung gedroht haben.

Heikler Kurs zwischen Teheran und Washington

Für Oman ist die Lage besonders brisant, weil das Land enge Beziehungen zu den USA pflegt und zugleich den Kontakt zu Iran hält. Genau dieser Balanceakt wird nun zum Problem. Der Sicherheitsexperte Sascha Bruchmann vom International Institute for Strategic Studies in Bahrain beschreibt Oman als kleinen Staat ohne die Mittel, selbst militärisch in der Meerenge aufzutreten. Trumps Eingreifen habe die laufenden Gespräche zusätzlich ausgebremst.

Eigentlich sollten die Verhandlungen dazu beitragen, die Straße von Hormus wieder für Schiffsverkehr und Handel freizumachen. Berichten zufolge haben sich Oman und Iran dabei auf eine Transitgebühr für Schiffe verständigt. Genau das soll Trump missfallen haben. In sozialen Medien teilte er demnach sogar ein Bild, das die Wasserstraße als amerikanisches Staatsgebiet darstellt.

Maskat bleibt auffällig still

Offiziell hat sich die Regierung in Maskat zu den Drohungen bisher nicht geäußert. Der Politikwissenschaftler Mohamed Qawas wertet das als Teil der omanischen Linie: ruhig bleiben, nicht direkt kontern, Spannungen möglichst abfedern. Oman versuche, den Zorn aus Washington aufzufangen, ohne die Beziehungen in der Region weiter zu belasten.

Besonders schwer wiegt dabei, dass Oman bislang als neutraler Vermittler in der Region galt. Diese Rolle scheint im aktuellen Konflikt zwischen den USA und Iran jedoch stark beschädigt. Statt als Brückenbauer aufzutreten, steht das Sultanat nun selbst zwischen zwei Machtblöcken.

Quelle: Tagesschau

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