Politik

Meta zahlt Milliarden-Deal

26. August 2026
Meta zahlt Milliarden-Deal

Meta beendet in den USA einen Prozess zur mutmaßlich geförderten Social-Media-Sucht bei Minderjährigen mit einem Vergleich über 16,68 Milliarden Dollar. Dazu kommen neue Regeln wie Zeitlimits und nächtliche Sperren auf Facebook und Instagram.

Auf dem Bild: Frances Haugen, die frühere Facebook-Mitarbeiterin, deren Enthüllungen 2021 die Debatte über Social-Media-Sucht bei Jugendlichen auslösten – und damit auch diese Klagewelle. Am Vergleich selbst ist sie nicht beteiligt. Foto: Jay Dixit / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta hat in den USA einen spektakulären Vergleich geschlossen: 16,68 Milliarden Dollar soll das Unternehmen zahlen, um eine Klage rund um die mutmaßliche Förderung von Social-Media-Sucht bei Minderjährigen beizulegen. Die Einigung wurde am Dienstag in einem kalifornischen Bundesgericht bekannt, wo der viel beachtete Pilotprozess erst in der vergangenen Woche begonnen hatte.

Geklagt hatten vier US-Bundesstaaten stellvertretend für die große Mehrheit der Staaten, mehrere US-Territorien und den Hauptstadtbezirk District of Columbia. Der Vorwurf: Meta habe Kinder gezielt zu exzessiver Nutzung von Facebook und Instagram verleitet und Risiken gegenüber Eltern und Öffentlichkeit verschleiert. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen weiterhin zurück. Laut den Unterlagen ist der Vergleich kein Schuldeingeständnis.

Neue Regeln für Jugendliche

Neben der Milliarden-Zahlung muss Meta auch an seinen Plattformen nachbessern. Geplant sind mehrere Änderungen, die laut Behörden das Risiko für junge Nutzerinnen und Nutzer senken sollen.

Ausgelöst wurde der Fall durch die „Facebook Files“, die die frühere Mitarbeiterin Frances Haugen Ende 2021 öffentlich gemacht hatte. Die Dokumente enthielten Ergebnisse interner Untersuchungen zu den Auswirkungen der Meta-Netzwerke auf die psychische Gesundheit junger Menschen. In der Folge starteten zahlreiche US-Bundesstaaten gemeinsame Ermittlungen, später folgten Klagen.

Weitere Rückschläge vor Gericht

Für Meta ist die Einigung Teil einer ganzen Serie juristischer Probleme in den USA. Zuletzt hatte ein Gericht in New Mexico entschieden, dass der Konzern mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen soll, die durch soziale Netzwerke Schaden genommen haben. Außerdem wurden dort zusätzliche Beschränkungen für unter 18-Jährige angeordnet. Meta will gegen diese Entscheidung in Berufung gehen.

Quelle: ORF

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