Meloni plant Schleier-Verbot
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni will Burka und Nikab an Schulen verbieten und die Zahl ausländischer Schülerinnen und Schüler pro Klasse begrenzen. Auch Eltern mit großen Integrationsproblemen sollen Italienisch lernen müssen.
Foto: Wikimedia Commons / Governo Italiano, CC BY 3.0 it
Giorgia Meloni verschärft ihren Kurs in der Integrations- und Bildungspolitik. Bei einer Veranstaltung der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d’Italia kündigte die italienische Ministerpräsidentin an, dass im Ministerrat bald eine neue Regelung auf den Weg gebracht werden soll. Geplant sind dabei strengere Vorgaben für Schulen – von der Zusammensetzung der Klassen bis hin zur Kleidung im Unterricht.
Burka und Nikab an Schulen im Visier
Nach Melonis Ankündigung soll das Tragen von Burka und Nikab an Schulen künftig untersagt werden. Zur Begründung verwies sie auf das Zeigen des Gesichts im Schulalltag und auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die aus ihrer Sicht nicht zur Disposition stehe.
Außerdem will die Regierung die Zahl ausländischer Schülerinnen und Schüler pro Klasse begrenzen. Meloni sagte, es dürfe nicht passieren, dass italienische Kinder sich in ihren eigenen Klassen an den Rand gedrängt fühlten. Eine entsprechende Obergrenze gibt es nach Angaben aus der Regierung zwar bereits, sie werde aber bisher nicht ausreichend umgesetzt.
Auch Eltern sollen in die Pflicht
Teil des Pakets ist auch eine Maßnahme für Familien: Eltern ausländischer Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Integrationsproblemen sollen verpflichtet werden, Italienischunterricht zu besuchen.
- Begrenzung ausländischer Schüler pro Klasse
- Verbot von Burka und Nikab an Schulen
- Italienischpflicht für bestimmte Eltern
Bildungsminister Giuseppe Valditara hatte Anfang September erklärt, die bestehende Vorgabe von 30 Prozent ausländischer Schüler pro Klasse werde nicht konsequent eingehalten. Er kündigte damals an, diese Grenze gesetzlich verbindlich machen zu wollen, um eine starke Konzentration an einzelnen Schulen zu verhindern.
Quelle: ORF






