Le Pen rückt von Moskau ab
Marine Le Pen verschärft in Frankreich den Ton gegen Russland. Die Präsidentschaftsbewerberin erklärt gemeinsam mit Jordan Bardella, Paris lasse sich weder einschüchtern noch bei der Ukraine-Frage unter Druck setzen.
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Marine Le Pen schlägt im Umgang mit Russland deutlich schärfere Töne an. Die führende Rechtsnationale in Frankreich erklärte, ihr Land werde es nicht hinnehmen, dass eine ausländische Macht versucht, die französische Politik durch Druck, Drohungen oder Destabilisierung zu beeinflussen. Die Entscheidungen über die Außenpolitik würden in Paris fallen – und nicht in Moskau.
Gemeinsame Botschaft mit Bardella
In einem Schreiben, das Le Pen zusammen mit Jordan Bardella veröffentlichte, wird der Kurs noch klarer formuliert. Demnach werde Frankreich sich weder durch Provokationen noch durch verdeckte Aktionen dazu bringen lassen, Russland beim Erreichen seiner Kriegsziele in der Ukraine indirekt zu helfen.
Auslöser für die Erklärung ist ein jüngster Schritt aus Moskau: Russland hat die dortigen Geschäfte mehrerer europäischer Unternehmen unter Zwangsverwaltung gestellt. Betroffen ist laut der Vorlage auch die französische Warenhauskette Auchan.
Wahlkampf mit neuem Ton
Le Pen und Bardella verweisen außerdem auf feindliche Handlungen in Europa, die nach ihrer Darstellung von russischen Agenten im Auftrag Moskaus verübt würden und in den vergangenen Wochen zugenommen hätten.
- Marine Le Pen will im kommenden Frühjahr Präsidentin werden.
- In Umfragen liegt sie derzeit klar vor anderen Bewerbern.
- Ihr werden gute Chancen auf die Stichwahl eingeräumt.
Der neue Ton ist politisch bemerkenswert: In der Vergangenheit war Le Pen immer wieder vorgeworfen worden, sich nicht deutlich genug vom Kreml abzugrenzen. Mit ihrer jetzigen Erklärung setzt sie kurz vor der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfs ein auffälliges Signal.
Quelle: ORF






