Politik

Kiew hofft auf neue Gespräche

27. August 2026
Kiew hofft auf neue Gespräche

Die Ukraine stellt neue Friedensgespräche mit Russland im September in Aussicht. Laut Angaben aus Kiew könnten dabei auch wieder Vertreter der USA mit am Tisch sitzen.

Foto: Wikimedia Commons / PRESIDENT OF UKRAINE VOLODYMYR ZELENSKYY Official website, CC BY 4.0

Aus Kiew kommen neue Signale für Bewegung in den festgefahrenen Verhandlungen: Neue Gespräche zwischen der Ukraine und Russland könnten im September stattfinden. Das stellte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow in Aussicht. Demnach arbeitet die ukrainische Seite daran, die zuletzt stockenden Kontakte wieder in Gang zu bringen.

Budanow machte dabei deutlich, dass aus Sicht Kiews auch die USA wieder direkt eingebunden sein sollten. Auf die Frage nach möglichen direkten Treffen zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern äußerte er Hoffnung auf genau dieses Format — allerdings nur mit amerikanischer Beteiligung. Ohne Washington gehe es nicht, so seine Linie.

Verhandlungen zuletzt festgefahren

Die von den USA vermittelten Friedensgespräche waren in diesem Jahr ins Stocken geraten. Hintergrund war laut Bericht vor allem, dass die Ukraine russische Forderungen nach Gebietsabtretungen zurückgewiesen hatte. Gleichzeitig waren die Vereinigten Staaten zunehmend mit dem Krieg gegen den Iran befasst.

Selenskyj sieht Zeitfenster

Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt erklärt, dass die Ukraine bis zum Ende des nächsten Sommers ein Zeitfenster für eine Vermittlung durch die USA sieht. Nach seinen Angaben hat seine Regierung gemeinsam mit amerikanischen und europäischen Vertretern ein Papier mit Vorschlägen ausgearbeitet. Dieses solle Moskau vorgelegt werden.

Ob es tatsächlich schon im kommenden Monat zu einer neuen Gesprächsrunde kommt, ist offen. Klar ist aber: In Kiew wächst die Hoffnung, dass nach Monaten des Stillstands wieder direkte diplomatische Kontakte möglich werden — mit den USA erneut in einer Schlüsselrolle.

Quelle: ORF

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