Politik

Harter TV-Schlagabtausch

27. August 2026
Harter TV-Schlagabtausch

In Sachsen-Anhalt haben sich CDU-Ministerpräsident Sven Schulze und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im MDR ein scharfes TV-Duell geliefert. Laut Infratest dimap liegt die AfD vor der Landtagswahl mit 42 Prozent deutlich vor der CDU mit 22 Prozent.

Rund eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der Ton zwischen den politischen Rivalen deutlich schärfer geworden. In der MDR-Sendung „Fakt ist!“ trafen CDU-Ministerpräsident Sven Schulze und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund direkt aufeinander – und lieferten sich ein teils heftiges Rededuell über den Kurs des Bundeslands.

Schulze attackiert AfD-Kurs

Schulze warf seinem Herausforderer vor, keine tragfähigen Ideen für die Zukunft des Landes vorzulegen. Aus seiner Sicht fehle der AfD vor allem ein überzeugender Plan, wenn es um Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts geht. Der CDU-Politiker stellte sich dagegen als Regierungschef dar, der konkrete Ergebnisse liefere und sich für die Menschen im Land einsetze.

Brisant ist dabei auch der politische Hintergrund: Der Landesverfassungsschutz in Sachsen-Anhalt stuft die AfD als gesichert rechtsextremistisch ein. Damit stand das Duell nicht nur im Zeichen des Wahlkampfs, sondern auch unter dem Eindruck einer besonders angespannten politischen Lage.

AfD sieht sich auf historischem Kurs

Siegmund hielt dagegen und erklärte, seine Partei habe sehr wohl einen klaren Plan für Sachsen-Anhalt. Als zentrales Thema nannte er eine Neuordnung der Migration. Dadurch, so seine Darstellung, könnten Mittel für andere Bereiche freiwerden, etwa für Investitionen in Krankenhäuser. Zugleich formulierte er ein großes Wahlziel: eine AfD-Alleinregierung mit ihm als Ministerpräsidenten.

Zusätzlichen Rückenwind bekommt die AfD durch aktuelle Umfragedaten. Nach einer am Tag der TV-Konfrontation veröffentlichten Erhebung von Infratest dimap für die ARD kommt die Partei in Sachsen-Anhalt auf 42 Prozent. Die CDU liegt demnach bei 22 Prozent. Das macht klar: Vor der Wahl ist der Abstand zwischen beiden Lagern derzeit deutlich.

Quelle: ORF

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