Politik

Feueralarm in Europa

14. August 2026
Feueralarm in Europa

Schwere Wald- und Vegetationsbrände haben in mehreren Ländern Europas Evakuierungen ausgelöst. In Frankreich wurden bislang 525 Menschen in Sicherheit gebracht, auch Großbritannien, Kroatien und Griechenland sind betroffen.

Heftige Wald- und Vegetationsbrände setzen mehrere Länder in Europa unter Druck. Besonders angespannt ist die Lage im Südwesten Frankreichs: Im Département Landes hat ein neues Feuer bereits 1.100 Hektar erfasst. Nach Angaben der Einsatzkräfte konnte die Ausbreitung zwar vorerst verlangsamt werden, doch wegen erwarteter 36 Grad Celsius gelten die kommenden Stunden als besonders kritisch.

In Frankreich mussten bislang 525 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Rund 500 Feuerwehrleute sind dort im Einsatz. Wohnhäuser wurden nach bisherigem Stand nicht zerstört, auch wenn die Flammen teils nur wenige Dutzend Meter an Gebäude heranrückten. Unklar ist weiterhin, wie das Feuer entstanden ist. Parallel dazu wurde nahe Bordeaux ein 15-Jähriger festgenommen, der verdächtigt wird, einen anderen Waldbrand gelegt zu haben, bei dem zwei Feuerwehrleute ums Leben kamen.

Großbritannien und Kroatien stark betroffen

Auch in Großbritannien haben sich mehrere Feuer rasant ausgebreitet. Besonders hart traf es Stourbridge südwestlich von Birmingham, wo mindestens sechs Gebäude in Flammen aufgingen. Drei Feuerwehrleute kamen nach ihrem Einsatz ins Krankenhaus, zudem mussten mehrere Anwohner wegen eingeatmeten Rauchs behandelt werden. Der britische Feuerwehrverband spricht von einem der aufwendigsten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr der West Midlands. Nach ersten Erkenntnissen gab es mehrere Brandherde, einige Feuer sollen vorsätzlich auf Grasflächen gelegt worden sein.

Ferienort an der Adria geräumt

In Kroatien wurde in der Nacht die Evakuierung des Ferienortes Lokva Rogoznica an der Adriaküste angeordnet. Das Feuer war am Donnerstagabend in einem Vorort von Omis ausgebrochen und wurde durch starken Wind weiter angefacht. Sieben Menschen wurden schwer verletzt und schwebten in Lebensgefahr, insgesamt mussten 36 Menschen medizinisch versorgt werden. Nach Berichten des öffentlich-rechtlichen Senders HRT näherten sich die Flammen dem Stadtzentrum, Teile von Omis waren zeitweise ohne Strom. Auch Griechenland zählt zu den betroffenen Ländern, in denen Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

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