Politik

EU-Deal mit den Philippinen

22. September 2026
EU-Deal mit den Philippinen

Die EU und die Philippinen haben sich grundsätzlich auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Der Deal soll Zölle senken, den Marktzugang verbessern und Handel im Umfang von mehr als 27 Milliarden Euro stärken.

Foto: Patrick Roque / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die EU und die Philippinen haben sich im Grundsatz auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Nach Angaben der EU-Kommission steht der Deal kurz vor dem Abschluss. Jetzt folgt die juristische Feinarbeit, die formelle Unterzeichnung soll in den kommenden Monaten erfolgen.

Aus Sicht von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Handelskommissar Maros Sefcovic ist das Abkommen ein wichtiger Schritt für beide Seiten. Geplant ist, Zölle abzubauen und Unternehmen besseren Zugang zu den jeweiligen Märkten zu verschaffen. Auch Lieferketten sollen dadurch robuster werden.

Großer Markt, große Erwartungen

Für europäische Firmen gelten die Philippinen mit ihren 113 Millionen Einwohnern als attraktiver Wachstumsmarkt. Besonders stark sind die EU-Exporte bei Maschinen, Transportmitteln, Arzneimitteln und Medizintechnik. Zudem sind Erleichterungen bei Zöllen für Schweinefleisch aus der EU vorgesehen.

Wirtschaft drängt auf weitere Öffnung

Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer sieht großes Potenzial. Sie fordert, dass das endgültige Abkommen vollständige Zollsenkungen in allen Industriebereichen und einen besseren Zugang zu öffentlichen Beschaffungsmärkten bringt. Die deutsche Wirtschaft hofft außerdem auf leichteren Zugang zu Rohstoffen aus dem Land.

Die Gespräche über ein Freihandelsabkommen hatten bereits 2016 begonnen, wurden aber schon ein Jahr später gestoppt. Seit März 2024 wird wieder verhandelt. Für die EU passt der Vorstoß in eine breitere Strategie: Wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und der angespannten Beziehungen zu China sucht Brüssel verstärkt nach neuen Handelspartnern. In den vergangenen Monaten gab es deshalb bereits neue oder ausgeweitete Vereinbarungen mit Mexiko, Indien und den Mercosur-Staaten.

Quelle: Tagesschau

Mehr aus Politik

Israel warnt Gaza scharf
Politik22. September 2026

Israel warnt Gaza scharf

Israels Verteidigungsminister droht mit der vollständigen Räumung der Stadt Gaza, falls erneut ein israelischer Staatsbürger in das Gebiet entführt wird. Parallel verschärfen sich auch der Druck auf Iran und die Lage im Jemen.

Neues Modell für Zivildienst
Politik22. September 2026

Neues Modell für Zivildienst

In Österreich hat sich die Koalition auf ein neues Zivildienst-Modell geeinigt. Bei einer Verlängerung auf elf Monate soll es drei Varianten geben, dazu ist eine verpflichtende Ausbildung geplant.

Tote nach Angriffen im Südosten
Politik22. September 2026

Tote nach Angriffen im Südosten

Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Industriestädte sind mindestens vier Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Gleichzeitig meldet Russland massive ukrainische Drohnenattacken und den Abschuss von 297 Drohnen.

So schmilzt der Aletschgletscher
Politik22. September 2026

So schmilzt der Aletschgletscher

Der Berner Fotograf Kurt Steiner dokumentiert seit Jahren den Rückzug des Aletschgletschers. Mehr als 120 Besuche und Vergleichsbilder zeigen, wie schnell sich der größte Gletscher der Alpen verändert.

Russlands App greift tief ein
Politik22. September 2026

Russlands App greift tief ein

In Russland wird die Super-App Max massiv gefördert und ist laut Recherchen inzwischen der meistgenutzte Messenger des Landes. Eine Untersuchung zeigt weitreichende Zugriffe auf Nachrichten, Zahlungsdaten und Gerätefunktionen.

Mehr Druck bei KI-Regeln
Politik22. September 2026

Mehr Druck bei KI-Regeln

Mehr als 20 Staaten und Regierungsvertreter fordern vor der UNO-Generaldebatte in New York verbindliche Sicherheitsregeln für besonders starke KI-Modelle. Auch Österreich unterstützt den Vorstoß.