Politik

Ceuta rüstet sich für neuen Ansturm

15. August 2026
Ceuta rüstet sich für neuen Ansturm

In Ceuta stehen spanische und marokkanische Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft. Grund sind Falschmeldungen in sozialen Netzwerken, die für den 15. August einen erneuten Massenandrang auf die spanische Exklave auslösen könnten.

Die Lage in Ceuta ist angespannt: Spanien und Marokko haben ihre Sicherheitskräfte an der Grenze massiv verstärkt. Auslöser sind seit Tagen kursierende Aufrufe in sozialen Netzwerken, die Migranten dazu bewegen sollen, am 15. August erneut in die spanische Exklave in Nordafrika zu gelangen. In den Botschaften wird unter anderem behauptet, die Grenze sei an dem spanischen Feiertag offen.

Erinnerung an die Eskalation Ende Juli

Die Behörden auf beiden Seiten wollen verhindern, dass sich die dramatischen Szenen vom 30. und 31. Juli wiederholen. Damals erreichten nach Angaben im Bericht mehr als 70.000 Migranten Ceuta. Zudem kamen mehr als 80 Menschen beim Versuch des Grenzübertritts ums Leben, die meisten von ihnen ertranken.

In der Stadt selbst ist die hohe Präsenz deutlich sichtbar. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska zufolge wurde die Zahl der Beamten der Nationalpolizei auf fast 900 erhöht. Dazu kommen mehr als 700 Kräfte der Guardia Civil. Auch Militärangehörige wurden aus dem Urlaub zurückgeholt, um die Lage abzusichern.

Auch Marokko verstärkt die Grenze

Auf marokkanischer Seite zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Grenzort Fnideq wurde praktisch zur Sicherheitszone ausgebaut. Hunderte Einsatzkräfte sowie Militärtruppen sind dort unterwegs, zusätzlich wurden Draht- und Stacheldrahtzäune verstärkt. In Küstennähe patrouillieren Boote, außerdem stehen Fahrzeuge mit Wasserwerfern an der Grenze bereit.

Währenddessen harren in Ceuta weiterhin Tausende Menschen aus, darunter viele Kinder und Jugendliche sowie Menschen aus Konfliktregionen, die auf politisches Asyl hoffen. Wie viele es genau sind, bleibt umstritten: Die spanische Regierung spricht von rund 5.000 Menschen, der Regionalpräsident von Ceuta nennt eine Zahl von bis zu 12.000.

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