Alphaville-Sänger schlägt Alarm
Nach dem Wirbel um einen abgesagten und später zurückgenommenen Festival-Auftritt hat Alphaville-Sänger Marian Gold die Veranstalter des Glücksgefühle-Festivals am Hockenheimring scharf kritisiert und vor rechten Tendenzen in Deutschland gewarnt.
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Der Streit um den geplanten Alphaville-Auftritt beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring geht in die nächste Runde. Sänger Marian Gold hat sich nach der erst ausgesprochenen Ausladung und der späteren Wiedereinladung deutlich zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit dem „Spiegel“ warf er den Festivalmachern vor, politische Aussagen von Künstlern begrenzen zu wollen.
Auslöser des Konflikts war die Haltung der Organisatoren, das Festival solle keine Bühne für politische Botschaften sein. Weil sich Alphaville bei einer früheren Veranstaltung mehrfach politisch geäußert hatte, wurde die Band zunächst ausgeladen. Später folgte zwar eine erneute Einladung, doch Alphaville nahm diese Entschuldigung zwar an, sagte den Auftritt am Ende trotzdem ab.
Debatte über Haltung auf der Festivalbühne
Der Fall blieb auf dem Gelände nicht ohne Wirkung. Schon am ersten Festivaltag solidarisierten sich mehrere Acts mit der Band oder stellten sich allgemein hinter die politische Meinungsfreiheit von Künstlern. Auch für den zweiten Tag wurden weitere Statements erwartet. Mit dabei sind unter anderem Culcha Candela und Felix Jaehn.
- Alphaville war erst ausgeladen, dann wieder eingeladen worden
- Die Band verzichtete trotz Entschuldigung auf den Auftritt
- Mehrere Künstler nutzten das Festival für eigene Stellungnahmen
Gold warnt vor Rechtsruck
Für Gold reicht die Debatte inzwischen weit über einen Festivalstreit hinaus. Der 72-Jährige sieht darin ein Signal für die politische Stimmung im Land. Er mahnte, demokratiefeindlichen und rechtsradikalen Bewegungen müsse entschieden entgegengetreten werden, bevor sie weiter an Einfluss gewinnen. Seine Sorge: Dass solche Kräfte durch Wahlen in Ämter kommen und Grundrechte beschneiden könnten.
Gleichzeitig sieht der Sänger im öffentlichen Wirbel auch einen möglichen positiven Effekt. Das große Medienecho könne dazu beitragen, die Diskussion darüber zu verstärken, wie es in Deutschland weitergeht. Hinter dem Festival stehen Ex-Fußballprofi Lukas Podolski und Eventmanager Markus Krampe. Insgesamt werden rund 250.000 Besucher erwartet.
Quelle: bbv_net






