Musik & Film

Freddie Mercury ganz privat

05. September 2026
Freddie Mercury ganz privat

Zum 80. Geburtstag von Freddie Mercury rückt sein ungewöhnlicher Lebensweg in den Fokus: Der Queen-Frontmann wurde 1946 auf Sansibar geboren, wuchs teils in Indien auf und studierte in London Grafikdesign.

Foto: Natural History Museum of Denmark / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Freddie Mercury wäre am 5. September 2026 80 Jahre alt geworden. Der Sänger von Queen gilt bis heute als eine der prägenden Figuren der Rockgeschichte. Weniger bekannt ist aber, wie ungewöhnlich sein Weg zur Ikone verlief: geboren auf Sansibar, Schulzeit in Indien, später Kunststudent in London.

Schon sein Name erzählt viel über diese Biografie. Zur Welt kam Mercury 1946 als Farrokh Bulsara. Den Rufnamen Freddie bekam er in der Schulzeit, den Künstlernamen Mercury legte er sich erst später zu. Biografien bringen ihn mit einer Zeile aus dem frühen Queen-Stück „My Fairy King“ in Verbindung. Fest steht: Die Umbenennung geschah noch vor dem grossen internationalen Erfolg der Band.

Zwischen Afrika, Indien und Grossbritannien

Mercury wurde zwar als britischer Rockstar weltberühmt, seine Wurzeln reichten jedoch weit darüber hinaus. Geboren wurde er im ostafrikanischen Sansibar, einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in Indien auf einem Internat. Seine Eltern gehörten zur Parsi-Gemeinschaft, einer kleinen Minderheit in Indien mit Ursprüngen im alten Persien.

1964 änderte sich das Leben der Familie Bulsara grundlegend: Nach der Revolution auf Sansibar verliessen die Eltern mit ihren Kindern die Insel und zogen nach Grossbritannien. Dort begann jener Abschnitt, der Freddie Mercury später zur Musiklegende machen sollte.

Mehr als nur der Mann am Mikrofon

Entgegen der weitverbreiteten Annahme studierte Mercury nicht Musik, sondern Grafikdesign am Ealing College of Art in London. 1969 schloss er dort mit einem Diplom ab. Seine kreative Handschrift zeigte sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen.

Das bis heute bekannte Bandwappen entstand also ebenfalls aus seiner Feder. Mercury kombinierte darin die Sternzeichen der vier Bandmitglieder und setzte darüber einen Phönix. So zeigt sich: Der Queen-Frontmann war nicht nur eine Ausnahme-Stimme, sondern auch Gestalter, Autor und kreativer Kopf mit aussergewöhnlicher Lebensgeschichte.

Quelle: SRF

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