Musik & Film

Zoë Saldana bereut „Nina“

05. September 2026
Zoë Saldana bereut „Nina“

Zoë Saldana blickt mit Reue auf ihre Rolle als Nina Simone zurück. Jahre nach dem heftig kritisierten Biopic sagte die Oscar-Gewinnerin, sie hätte die Musiklegende nie spielen dürfen.

Foto: filmstarts

Zoë Saldana gehört seit Jahren zu den größten Namen in Hollywood. Mit Filmen wie „Avatar“, „Star Trek“ und „Guardians Of The Galaxy“ wurde sie zum Blockbuster-Star, zuletzt gewann sie für „Emilia Pérez“ sogar einen Oscar. Doch ausgerechnet eine frühere Hauptrolle verfolgt sie bis heute.

Gemeint ist das Biopic „Nina“ aus dem Jahr 2016, in dem Saldana die Sängerin, Pianistin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone spielte. Schon die Besetzung sorgte damals für heftige Debatten: Kritiker warfen dem Film vor, dass Saldanas Hautfarbe und Gesichtszüge nicht zu der Musikikone passten. Zusätzlicher Zündstoff entstand dadurch, dass ihr Aussehen für die Rolle mit dunklerem Make-up, Nasenprothese und künstlichem Gebiss angepasst wurde.

Späte Einsicht nach heftiger Kritik

Jahre später distanzierte sich die Schauspielerin selbst klar von dieser Entscheidung. In einem Instagram-Livestream im Jahr 2020 erklärte sie unter Tränen, sie hätte Nina Simone nicht verkörpern dürfen. Stattdessen, so Saldana rückblickend, hätte sie alles daransetzen müssen, dass eine andere schwarze Schauspielerin diese Rolle übernimmt.

Besonders wichtig sei ihr heute der Gedanke, dass Nina Simones Leben und Vermächtnis mit größtmöglichem Respekt hätten behandelt werden müssen. Saldana räumte ein, damals geglaubt zu haben, die Rolle spielen zu dürfen, weil sie selbst eine schwarze Frau sei. Heute sieht sie das anders und entschuldigte sich ausdrücklich.

Film wurde auch kommerziell zum Desaster

Der Streit um das Casting blieb nicht die einzige Baustelle. Auch an den Kinokassen lief „Nina“ miserabel: Weltweit spielte der Film nur etwas mehr als 23.000 US-Dollar ein, in Deutschland kam er gar nicht erst ins Kino.

Damit wurde das Projekt für Zoë Saldana nicht nur zu einer ihrer umstrittensten Rollen, sondern auch zu einem Kapitel, das sie heute offen bereut.

Quelle: filmstarts

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