Politik

50 Millionen mehr für die Ukraine

22. August 2026
50 Millionen mehr für die Ukraine

Außenminister Johann Wadephul hat bei einem Besuch in Kiew weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe für die Ukraine zugesagt. Zusätzlich sollen zehn Millionen Euro in einen NATO-Fonds für Energieversorgung, Sanitätsmaterial und Drohnenabwehr fließen.

Foto: Wikimedia Commons / Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 de

Bei seinem Besuch in Kiew hat Bundesaußenminister Johann Wadephul der Ukraine neue Unterstützung zugesagt. Im Mittelpunkt stehen 50 Millionen Euro für humanitäre Hilfe. Angesichts der anhaltenden russischen Angriffe sprach der CDU-Politiker von gezielten Attacken auf die Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung und warf Moskau einen wahllosen Krieg gegen Menschen vor.

Wadephul verwies darauf, dass die Monate Juli und August für Zivilisten besonders tödlich gewesen seien. Nach seinen Angaben habe Russland in dieser Zeit so viele Raketen auf die Ukraine abgefeuert wie nie zuvor. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Außenminister Andrij Sybiha sagte er, Russland versuche erneut, den kommenden Winter als Druckmittel einzusetzen.

Hilfe für Frontgebiete und Winterversorgung

Die zusätzlichen Mittel aus Deutschland sollen laut Wadephul an UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen gehen, die vor allem Menschen in den umkämpften Regionen unterstützen. Geplant sind Hilfen, die im Alltag direkt ankommen:

Außerdem will Deutschland zehn Millionen Euro in einen NATO-Fonds einzahlen. Daraus sollen unter anderem Energieversorgung, Sanitätsmaterial und Anlagen zur Drohnenabwehr finanziert werden.

Luftverteidigung bleibt zentrales Thema

Besonders dringend sei nach Wadephuls Worten die Flugabwehr. Die russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern zeigten, dass die bisherigen Systeme nicht ausreichten. Der Außenminister kündigte Gespräche mit europäischen und außereuropäischen Partnern über zusätzliche Flugverteidigung an. Eine feste Zusage gebe es zwar noch nicht, er zeigte sich aber optimistisch.

Für die kommende Woche stellte Wadephul zudem ein Gespräch mit US-Außenminister Rubio in Aussicht. Er hoffe, dass die USA weiterhin eine aktive Rolle in Verhandlungen rund um den Krieg spielten. Gleichzeitig betonte er, dass alle Möglichkeiten für Gespräche genutzt werden müssten — auch auf ungewöhnlichen Wegen.

Quelle: Tagesschau

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