12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung bis August
Von Januar bis August 2026 gingen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein, mehr als das Dreifache des Vorjahres.
- 2025 waren es 3.879 Anträge, 2024 nur 2.249
- Bis Ende Juni 2026 zählte das Amt 5.862 Anträge, seitdem fast doppelt so viele
- Die Wehrpflicht bleibt ausgesetzt, die Musterung gilt ab Jahrgang 2008
- Gezählt werden Anträge, keine anerkannten Verweigerer
Als mögliche Gründe für den Anstieg gelten die angespannte Sicherheitslage und das neue Wehrdienstgesetz, das am 1. Januar in Kraft trat. Es setzt auf Freiwillige für den Ausbau der Truppe. Werden die Zielkorridore verfehlt, kann der Bundestag eine Bedarfswehrpflicht beschließen.
Das Bundesamt beobachtet laut Funke-Mediengruppe viele fehlgeleitete Anträge mit nicht anerkennungsfähigem Inhalt. Sie werden unbearbeitet zurückgeschickt. Falschinformationen zum Verfahren kursieren demnach auch in sozialen Medien.
Der Antrag geht schriftlich an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Nötig ist eine persönlich verfasste, ausführliche Begründung.

Quelle: Tagesschau






