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Verstappen rechnet mit Madrid ab

13. September 2026
Verstappen rechnet mit Madrid ab

Max Verstappen sieht für das erste Formel-1-Rennen auf dem neuen Kurs in Madrid schwarz. Der Weltmeister kritisiert vor allem das Streckenlayout und warnt: Überholen sei auf dem Madring kaum möglich.

Foto: motorsport_magazin

Die neue Formel-1-Strecke in Madrid kam bei vielen Fahrern nach den ersten Trainings zunächst gut an. Gelobt wurden vor allem der hohe Grip, die flüssigere Linienführung als bei vielen klassischen Stadtkursen und die markante Steilkurve. Doch nach dem Qualifying kippte die Stimmung deutlich: Für das Rennen befürchten zahlreiche Piloten eine zähe Prozession statt packender Positionskämpfe.

Kaum Chancen auf echte Duelle

Besonders deutlich wurde Max Verstappen nach dem Qualifying. Der Niederländer sieht auf dem neuen Madring praktisch keine echte Überholstelle. Selbst wenn der Reifenverschleiß im Rennen hoch ausfällt, sei damit noch lange nicht garantiert, dass man tatsächlich an einem Gegner vorbeikomme. Sein Kernvorwurf: Auf der Strecke fehle es an Bremszonen, die ein sauberes Attackieren überhaupt möglich machen.

Das Problem liegt laut Verstappen nicht nur in der Streckenlänge, sondern vor allem in der Auslegung. Die längere Passage endet in einem langgezogenen Rechtsschwung und führt danach in eine enge Schikane. Genau dort wird das Fahren nebeneinander schwierig. Teile dieses Abschnitts verlaufen auf öffentlichen Straßen; die Streckenführung übernimmt dabei die vorhandene Biegung und einen Bereich, der im Alltag als Kreisverkehr und Verkehrsberuhigung dient.

Verstappen fordert mehr Einfluss der Fahrer

Der viermalige Weltmeister nimmt deshalb auch die Streckendesigner in die Pflicht. Aus seiner Sicht müsse bei künftigen Layouts stärker auf das geachtet werden, was Rennen spannend macht. Überholmöglichkeiten müssten von Anfang an eingeplant werden. Verstappen ist überzeugt, dass sich auf jeder Strecke eine Lösung finden lasse, wenn der Input der Fahrer ernster genommen werde.

Damit steht über dem ersten Grand Prix in Madrid trotz des fahrerisch reizvollen Layouts ein großes Fragezeichen. Für schnelle Qualifying-Runden scheint der Kurs zu taugen - ob er auch ein gutes Rennen liefert, daran hat vor allem Verstappen erhebliche Zweifel.

Quelle: motorsport_magazin

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