Sport

Uefa geht auf Infantino los

27. August 2026
Uefa geht auf Infantino los

Im Streit um einen gescheiterten Investoren-Deal bereitet die Uefa laut Unterlagen in Florida ein Strafverfahren gegen Fifa-Chef Gianni Infantino in der Schweiz vor. Eine Boykottdrohung des europäischen Verbands könnte dagegen bald vom Tisch sein.

Im eskalierenden Streit um den gescheiterten Investorenplan der Fifa legt die Uefa nach: Der europäische Kontinentalverband bereitet laut Gerichtsunterlagen ein Strafverfahren in der Schweiz gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino vor. Das geht aus einem 60-seitigen Dokument hervor, das bei einem Distriktgericht im US-Bundesstaat Florida eingereicht wurde und mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt.

Demnach verlangt die Uefa von der Fifa und beteiligten Finanzinstituten die Herausgabe von Unterlagen zu dem Projekt. Im Zentrum steht ein inzwischen gescheiterter Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbands an private Investoren zu verkaufen. Laut dem Dokument prüfen die Uefa und weitere Beteiligte ein Vorgehen wegen mutmaßlicher krimineller Misswirtschaft nach Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuchs.

Druck auf den Fifa-Chef bleibt hoch

Die Uefa hält außerdem an ihrer Forderung fest, dass Infantino sich zurückziehen soll. Über das weitere Vorgehen beriet der Verband am Donnerstag rund um die Auslosung der Champions League in Monaco. Dort kamen die 55 nationalen Verbandschefs zusammen, ebenso das Exekutivkomitee.

Boykott wohl kein Thema mehr

Bei einer anderen Drohung scheint sich die Lage dagegen zu beruhigen. Ein möglicher Boykott der Uefa gilt nach Informationen der Nachrichtenagentur SID offenbar nicht mehr als wahrscheinlich. Hintergrund soll eine Zusage der Fifa sein, wonach ein vergleichbarer Investorenplan künftig nicht erneut vorgelegt werde.

Infantino hatte das Vorhaben nach massiver Kritik bereits aufgegeben. Laut SRF kamen mögliche Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump. Der Konflikt zwischen Europas Verband und der Fifa ist damit aber offensichtlich noch längst nicht beendet.

Quelle: SRF

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