Star Trek wird 60
Die Kultserie „Star Trek“ feiert am Dienstag ihren 60. Geburtstag. Doch ausgerechnet zum Jubiläum ist die Lage düster: Alle Serien sind abgesetzt, ein neuer Film gilt nur vage als in Planung.
Foto: Mig Esc / Wikimedia Commons, CC BY 3.0
„Star Trek“ wird 60 Jahre alt: Am Dienstag jährt sich die erste Mission der „Enterprise“ zum runden Jubiläum. 1966 begann die Reise von Captain Kirk, Mr. Spock und Scotty in die Tiefen des Alls – und legte den Grundstein für eine der prägendsten Science-Fiction-Reihen überhaupt.
Zum Feiern ist die Stimmung bei vielen Fans aber nur bedingt. Denn ausgerechnet zum Jubiläum wirkt die Zukunft der Marke unsicher: Laut ORF wurden alle Serien abgesetzt, ein neuer Kinofilm ist lediglich vage in Planung. Das sorgt für Stirnrunzeln, gerade weil „Star Trek“ über Jahrzehnte als Reihe galt, die in schwierigen Zeiten optimistische Zukunftsbilder entwarf.
Von der riskanten TV-Idee zum Kult
Als „Star Trek“-Erfinder Gene Roddenberry sein Konzept in den 1960er Jahren anbot, beschrieb er es als Western im Weltraum. Fast wäre die Idee bei den US-Sendern trotzdem gescheitert. Erst eine zweite Pilotfolge überzeugte NBC. In Österreich lief die Serie ab 1973 unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“.
Auffällig war von Beginn an nicht nur der Blick in das Jahr 2266, sondern auch die Besetzung der Brücke. Dort stand William Shatner als Captain James Tiberius Kirk im Mittelpunkt, an seiner Seite Leonard Nimoy als Spock. Dessen markante spitze Ohren waren anfangs sogar ein Problem: Aus Sorge um Werbekunden wurden sie für erste Werbebilder kurzerhand entschärft.
Eine Crew, die Geschichte schrieb
Die erste „Enterprise“ war für die 1960er Jahre ungewöhnlich vielfältig besetzt. Zur Crew gehörten Figuren, die bis heute Popkultur sind:
- Spock, der zum Publikumsliebling wurde
- Uhura, gespielt von Nichelle Nichols, als schwarze Frau in einer Vorreiterrolle im US-Fernsehen
- Sulu, dargestellt von George Takei
- Chekov, ein Russe an Bord – mitten im Kalten Krieg
Auch „Pille“ McCoy und Scotty blieben fest im Gedächtnis vieler Zuschauer. Gerade diese Mischung aus Abenteuer, Zukunftsglauben und gesellschaftlichem Fortschrittsdenken machte „Star Trek“ groß. Umso bitterer wirkt es, dass die Reihe ihren 60er derzeit nicht mit neuem Rückenwind, sondern mit einer unklaren Zukunft begeht.
Quelle: ORF






