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Silber-Sprint trotz Ansah-Aus

16. August 2026
Silber-Sprint trotz Ansah-Aus

Deutschlands Männer-Staffel holt bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Silber über 4x100 Meter. Ohne Owen Ansah sprintet das DLV-Quartett in 38,64 Sekunden hinter Großbritannien ins Ziel.

Starker Auftritt trotz prominenter Lücke: Die deutsche Männer-Staffel hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Silber über 4x100 Meter gewonnen. Im Alexander Stadium lief das Quartett in 38,64 Sekunden auf Rang zwei – schneller war nur Gastgeber Großbritannien.

Für Deutschland gingen Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah an den Start. Die Briten setzten sich in 38,45 Sekunden durch, Belgien folgte mit 38,70 Sekunden auf Platz drei. Dass für das deutsche Team sogar noch mehr drin gewesen wäre, bleibt offen – denn mit Owen Ansah fehlte ausgerechnet der frischgebackene 200-Meter-Europameister.

Ansah fehlt vorsichtshalber

Der Deutsche Leichtathletik-Verband verzichtete wegen einer drohenden Sperre auf einen Einsatz von Ansah in der Staffel. Damit sollte das Risiko einer späteren Disqualifikation vermieden werden. Ansah selbst verfolgte das Rennen nur von außen und hatte bereits angekündigt, als Zuschauer dabei zu sein.

Für das deutsche Sprintteam ist die Medaille dennoch ein Ausrufezeichen. Schon bei der EM 2024 in Rom hatte die Staffel mit Ansah Bronze geholt. Der letzte EM-Titel einer deutschen Männer-Staffel liegt allerdings schon sehr weit zurück: 1962 gab es in Belgrad Gold.

Frauen-Team scheitert im Vorlauf

Bei den deutschen Frauen lief es dagegen bitter. Der Traum vom Finale platzte im Vorlauf beim letzten Wechsel. Die Übergabe von Sophia Junk auf Gina Lückenkemper misslang, nachdem Junk nach eigenen Angaben ein Problem im linken Oberschenkel gespürt hatte. Damit war das DLV-Quartett ausgeschieden. Bereits 2024 hatte die Staffel als Vierte eine Medaille knapp verpasst, 2022 war Deutschland noch Europameister geworden.

Foto: t-online

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