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Pokal-Derby eskaliert

22. August 2026
Pokal-Derby eskaliert

Beim DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und Kaiserslautern sind in Mannheim 35 Polizisten verletzt worden. Nach Ausschreitungen, Pyrotechnik und einem Platzsturm ermittelt die Polizei in mehreren Fällen.

Heftige Szenen beim DFB-Pokal in Mannheim: Rund um das Südwest-Derby zwischen SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern sind nach Polizeiangaben 35 Beamte verletzt worden. Mehrere Fans wurden vorläufig festgenommen. Für den Einsatz waren insgesamt 1400 Sicherheitskräfte rund um das ausverkaufte Carl-Benz-Stadion aufgeboten.

Nach Angaben des Veranstalters verfolgten am Freitagabend etwa 23.500 Zuschauerinnen und Zuschauer die Partie, darunter rund 3500 Gästefans. Schon während der regulären Spielzeit blieb die Lage angespannt, immer wieder wurde Pyrotechnik gezündet. Insgesamt mussten 85 Menschen medizinisch versorgt werden, acht kamen zur weiteren Behandlung ins Spital. Nach bisherigem Stand soll es sich dabei um leichte Verletzungen handeln.

Platzsturm nach der regulären Spielzeit

Nach 90 torlosen Minuten kippte die Stimmung endgültig. Auf dem Rasen kam es zunächst zu einer Rudelbildung zwischen Spielern. Kurz darauf wurden laut Polizei von FCK-Anhängern Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich geschossen. In der Folge stürmten Mannheimer Fans das Spielfeld. Die Polizei, teils auch zu Pferd, musste eingreifen, um die Lage wieder zu beruhigen.

Verlängerung verzögert, Ermittlungen laufen

Die Partie stand zwischenzeitlich sogar vor dem Abbruch. Der Start der Verlängerung verzögerte sich, danach blieb es laut Bericht aber ruhig. Kaiserslautern setzte sich schließlich durch ein Tor in der 120. Minute mit 1:0 durch. Nach dem Spiel musste die Feuerwehr zudem einen Brand im Gästeblock löschen, der von Fans ausgelöst worden war.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Auch der Deutsche Fußball-Bund kündigte eine umfassende Aufarbeitung an. Beide Vereine distanzierten sich von den Ausschreitungen deutlich.

Quelle: SRF

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