Pinke Deerns mitten im Mega-Rennen
Beim größten Drachenboot-Festival für Brustkrebs-Betroffene in Frankreich waren auch die „Pinken Deerns“ aus Bremen dabei. Mehr als 4500 Frauen aus 127 Teams paddelten in Aix-les-Bains gemeinsam gegen die Krankheit an.
Foto: weserkurier
Ein riesiges Zeichen der Solidarität auf dem Wasser: Beim Drachenboot-Festival des Weltverbands IBCPC in Aix-les-Bains sind 4532 Frauen zusammengekommen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren. Mitten unter den 127 Teams aus aller Welt: die Bremer Gruppe „Pinke Deerns“, für die der Trip nach Frankreich zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde.
Begegnungen aus aller Welt
Für Schlagfrau Nicole Zander war vor allem die internationale Atmosphäre überwältigend. Schon beim ersten Blick ins Festival-Booklet wurde klar, wie global dieses Treffen ist: Teams aus Neuseeland, Singapur, Kolumbien oder Kanada waren dabei. Gepaddelt wurde auf dem Lac du Bourget, eingerahmt von einer eindrucksvollen Kulisse. Vieles lief über Gesten, Lächeln und spontane Gespräche – doch genau dieser Austausch machte das Event für die Bremerinnen so besonders.
Zander weiß selbst, was die Krankheit bedeutet. Mit 37 Jahren erhielt sie ihre erste Brustkrebsdiagnose, zehn Jahre später kam die Erkrankung zurück. Heute engagiert sie sich in Achim mit der Selbsthilfegruppe „Jung mit Brustkrebs“. Aus diesem Umfeld entstand auch das auffällige, knallpinke Drachenboot der „Pinken Deerns“ in Kooperation mit den Kanusport-Freunden Bremen.
Emotionen, Pins und Kollision
In Frankreich ging es aber nicht nur ums Rennen. Zu den prägenden Momenten gehörten für das Team auch feste Traditionen des Festivals:
- der internationale Pin-Tausch, ähnlich wie bei großen Sportevents
- die „Flower Ceremony“ als emotionaler Höhepunkt
- der Austausch mit Betroffenen über Ländergrenzen hinweg
Sportlich verlief nicht alles reibungslos. Beim Rennen kam es zu einer Kollision mit dem Team „Wahine Toa“ aus Neuseeland. Doch statt Ärger überwog der Humor auf beiden Seiten. Am Ende blieben vor allem die Begegnungen, die Gemeinschaft und das Gefühl, Teil von etwas viel Größerem gewesen zu sein.
Quelle: weserkurier






