Gaus rudert zurück nach vorn
Der Bonner Ruderer Arno Gaus ist zum GA-Sportler des Monats August 2026 gewählt worden. Nach EM-Silber im Mixed-Doppelzweier und starken WM-Auftritten ist der 24-Jährige wieder in der Weltspitze angekommen.
Foto: ga_de
Arno Gaus hat einen August erlebt, der seine Karriere noch einmal auf ein neues Niveau gehoben hat. Der 24-jährige Bonner Ruderer kehrte in diesem Sommer eindrucksvoll in die internationale Spitze zurück und wurde dafür nun zum GA-Sportler des Monats gewählt. Ausschlaggebend war vor allem der Gewinn von EM-Silber im Mixed-Doppelzweier an der Seite von Juliane Faralisch in Varese.
Für Gaus war es ein Monat mit dichtem Programm: Europa- und Weltmeisterschaften, dazu Starts in gleich zwei verschiedenen Bootsklassen. Das Ergebnis: eine Medaille, starke internationale Auftritte und die Bestätigung, wieder ganz vorne mitmischen zu können. Bei der Abstimmung setzte sich der Athlet der Bonner Ruder-Gesellschaft gegen Fußballer Jonas Berg vom Bonner SC sowie seine Vereinskollegen Paul Klapperich und Frederik Breuer durch, die mit dem Deutschland-Achter ebenfalls Vize-Europameister wurden.
Starker Neustart nach Rückschlag
Der Weg dorthin war allerdings alles andere als geradlinig. Nach einem Dämpfer im Olympia-Jahr und einer Auszeit 2025 hatte sich Gaus für 2026 viel vorgenommen. Statt weiter in den leichten Bootsklassen anzutreten, wechselte er in die offenen Klassen. Dafür legte er körperlich deutlich zu: Zehn Kilogramm Muskelmasse kamen hinzu. Parallel konzentrierte er sich in seiner Pause stärker auf sein Elektrotechnik-Studium und sammelte Wettkampfpraxis bei der Henley-Regatta sowie den World University Games im Ruhrgebiet.
- EM-Silber im Mixed-Doppelzweier
- Starts bei EM und WM in zwei Booten
- Rückkehr ins Nationalteam nach Auszeit 2025
Zurück im Kreis der Besten
Dass der Neustart funktioniert hat, zeigte sich früh in der Saison. Bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften im Einer belegte Gaus Platz fünf – in einem Feld, in dem alle Topruderer gegeneinander antreten. Damit sicherte er sich seinen Platz im Männer-Doppelzweier. Einen Start im Doppelvierer hätte es ebenfalls geben können, doch die Trainer entschieden sich anders. Gaus ordnet den Teamerfolg dabei klar unter: Der Doppelvierer galt als medaillenträchtiger und lieferte mit EM-Gold und WM-Silber dann auch entsprechend ab.
Für Gaus zählt trotzdem vor allem das große Bild: Seine Rückkehr ist gelungen, die Form stimmt, und der nächste große Traum ist klar umrissen. Der Bonner arbeitet an einem noch größeren Ziel – einer Reise zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles. Der August 2026 war dafür ein ziemlich deutlicher Schritt in die richtige Richtung.
Quelle: ga_de






