ManCity droht der Mega-Knall
Manchester City steht laut einer unabhängigen Kommission wegen mutmaßlich frisierter Finanzen massiv unter Druck. Im Raum stehen 114 von 115 Verstößen und mögliche Strafen bis hin zu Zwangsabstieg und Titelverlusten.
Foto: Ank kumar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Für Manchester City könnte es jetzt richtig eng werden: Eine unabhängige Untersuchungskommission kommt laut SRF zum Schluss, dass der Klub seine Finanzen über fast ein Jahrzehnt massiv geschönt haben soll. Im Raum steht ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil von rund einer Milliarde Franken gegenüber der Konkurrenz.
Der Kern der Vorwürfe: Die Finanzregeln von UEFA und Premier League verlangen ein gesundes Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Genau hier soll City systematisch getrickst haben. Laut Bericht geht es um 114 von 115 Anklagepunkten. Dadurch habe der Klub deutlich mehr Geld ausgeben können, vor allem für extrem teure Spieler.
Bilanztricks im großen Stil
Die Kommission geht davon aus, dass Manchester City die Regeln der Premier League gezielt umgehen wollte. Genannt werden unter anderem erfundene Sponsorenverträge, falsche Jahresabschlüsse und verschleierte Finanzverhältnisse. Betroffen ist vor allem der Zeitraum von 2009 bis 2018 — also genau jene Jahre, in denen sich die Skyblues sportlich an die europäische Spitze spielten.
- Untersuchungszeitraum: 2009 bis 2018
- Vorwurf: Verstöße gegen Finanzregeln von Liga und UEFA
- Mögliche Folgen: Zwangsabstieg, Aberkennung von Titeln
Druck wächst auch von innen
Die Reaktionen in England fallen heftig aus. Medien sprechen von einem der größten Skandale im Sport, Fans fordern harte Konsequenzen. Selbst frühere Stimmen aus dem City-Umfeld halten einen Verbleib in der Premier League im Fall eines bestätigten Schuldspruchs kaum für vorstellbar. Auch Wayne Rooney rechnet laut Bericht mit einem Abstieg des Klubs.
Besonders brisant: In den fraglichen Jahren gewann Manchester City mehrere Meisterschaften, später auch die Champions League. Damit steht nicht nur die Zukunft des Vereins auf dem Spiel, sondern auch das Bild einer ganzen Erfolgsära. Ex-Trainer Pep Guardiola, der den Klub zuletzt verlassen hat, stellte sich dennoch demonstrativ hinter Verein, Präsidenten und Mannschaft.
Quelle: SRF






