Sport

Kammann kämpft sich zur WM

16. August 2026
Kammann kämpft sich zur WM

Paradarter Sven Kammann aus Stuhr-Seckenhausen hat sich trotz schwerer Rückschläge für die Weltmeisterschaft in Ostende qualifiziert. Der 43-Jährige spielt für den TSV Heiligenrode und steht auch im Nationalteam.

Sven Kammann hat sich seinen Platz auf der großen Bühne hart erarbeitet. Der 43-Jährige aus Stuhr-Seckenhausen steht heute als Kapitän mehrerer Dart-Teams am Oche, spielt für die Bravehearts I des TSV Heiligenrode und gehört im Paradarts auch zur Nationalmannschaft. Nun hat er den nächsten Meilenstein erreicht: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Ostende.

Schwere Rückschläge, neue Ziele

Dass Kammann heute sportlich wieder erfolgreich ist, wirkt umso bemerkenswerter mit Blick auf seine Vorgeschichte. In seinem Leben musste er gleich mehrere gesundheitliche und sportliche Tiefschläge verkraften. Dazu zählen eine schwere Knieverletzung, Darmkrebs und weißer Hautkrebs. Trotzdem arbeitete er sich immer wieder zurück und setzte sich neue Ziele.

Sein sportlicher Weg begann nicht beim Dart, sondern auf dem Fußballplatz. Mit 22 wollte Kammann wieder Fußball spielen und hörte dafür mit dem Rauchen auf. Viele Jahre war er anschließend für den SC Velpe Süd aktiv. 2013 kam dann der harte Einschnitt: Bei einem Zweikampf verletzte er sich so schwer am Knie, dass beide Kreuzbänder betroffen waren. Nach dem Rettungswageneinsatz folgten Monate auf Krücken und fast tägliche Reha. Für den Familienvater mit drei Kindern war klar: Das war sein letztes Fußballspiel.

Dart ist mehr als nur ein Sport

Im Dart fand Kammann schließlich eine neue sportliche Heimat. Er führt sowohl ein E-Dart- als auch ein Steeldart-Team als Kapitän an. Für ihn sind die Mannschaften weit mehr als nur Sportgruppen – eher eine zweite Familie. Genau dieser Zusammenhalt scheint ihn bis heute besonders anzutreiben.

Wer Kammann heute am Board erlebt, sieht einen ruhigen, fokussierten Spieler. Hinter jedem Wurf steckt jedoch eine Geschichte voller Rückschläge, Disziplin und Comebacks. Der Weg vom Krankenbett bis zur WM ist bei ihm längst auch ein Beweis dafür, wie viel im Sport über Gemeinschaft und Willen möglich ist.

Foto: weserkurier

Quelle: weserkurier

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