Sport

Infantino verliert die Schweiz

01. Oktober 2026
Infantino verliert die Schweiz

Der Schweizerische Fussballverband zieht seine Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino zurück. Vor der Wahl am 18. März 2027 in Rabat wächst damit der Druck auf den umstrittenen Chef auch im eigenen Heimatland.

Jetzt kommt der Gegenwind sogar aus dem eigenen Land: Der Schweizerische Fussballverband hat seine Unterstützung für eine weitere Amtszeit von Gianni Infantino beendet. Die Entscheidung wurde am Mittwoch um 17 Uhr bekanntgegeben und mit einer "umfassenden Neubeurteilung der Entwicklungen der vergangenen Monate" begründet.

Für Infantino ist das ein schwerer Rückschlag. Zwar gehört der SFV nicht zu den mächtigsten Verbänden im Weltfussball, doch das Signal ist deutlich: Wenn selbst die Heimat des FIFA-Präsidenten nicht mehr hinter ihm steht, dürfte das international Folgen haben. Gleichzeitig kommt der Schritt spät. In Europa hatten sich bereits mehrere Verbände von Infantino distanziert.

Warum der Druck so stark wächst

Im Zentrum der Kritik stehen laut Quelle vor allem zwei Vorgänge aus diesem WM-Sommer. Besonders brisant war die Rücknahme einer Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun vor dem Achtelfinal USA gegen Belgien – nach einem Telefonat zwischen Infantino und US-Präsident Donald Trump. Kurz nach der WM wurden zudem Pläne publik, wonach ein Teil künftiger WM-Rechte an ein privates Konsortium verkauft werden sollte.

Blick auf die Wahl 2027

Dass Infantino am 18. März 2027 bei der Wahl im marokkanischen Rabat tatsächlich abgelöst wird, ist dennoch offen. Bis zum 18. November bleibt den Gegnern Zeit, sich auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten zu einigen. Nach Wales entzogen auch England, Deutschland, Frankreich und Italien dem FIFA-Präsidenten das Vertrauen. Mit dem Schweizer Kurswechsel wächst der Druck nun weiter.

Quelle: bote_ch

Mehr aus Sport

Springelite kommt nach Gadebusch
Sport01. Oktober 2026

Springelite kommt nach Gadebusch

Vom 8. bis 11. Oktober trifft sich auf dem Zuchthof Makowei in Gadebusch zum 32. Mal die norddeutsche Springreiter-Elite. Auf dem Programm stehen 23 Prüfungen bis zur schweren Klasse, dazu internationale Konkurrenz.

GaloppCross geht in Runde fünf
Sport01. Oktober 2026

GaloppCross geht in Runde fünf

Am 10. Oktober wird die ehemalige Galopprennbahn in Bremen wieder zur Bühne für das GaloppCross. Beim Bundesliga-Stopp im Cyclocross werden rund 350 Fahrerinnen und Fahrer erwartet, der Eintritt ist frei.

Cup-Spiel in Aarau genehmigt
Sport01. Oktober 2026

Cup-Spiel in Aarau genehmigt

Der Cup-Match zwischen dem FC Aarau und dem FC Zürich im Brügglifeld ist bewilligt. Die Partie im Oktober gilt als Risikospiel, deshalb wird die Kantonspolizei mit einem Grossaufgebot im Einsatz sein.

Bayern jubelt in der Königsklasse
Sport01. Oktober 2026

Bayern jubelt in der Königsklasse

Der FC Bayern hat in der Champions League einen wichtigen Erfolg eingefahren. Der Sieg stärkt die Münchner im Wettbewerb und setzt ein klares Zeichen auf internationaler Bühne.

ManCity droht der Mega-Knall
Sport01. Oktober 2026

ManCity droht der Mega-Knall

Manchester City steht laut einer unabhängigen Kommission wegen mutmaßlich frisierter Finanzen massiv unter Druck. Im Raum stehen 114 von 115 Verstößen und mögliche Strafen bis hin zu Zwangsabstieg und Titelverlusten.

Bühl schießt Bayern zum Sieg
Sport01. Oktober 2026

Bühl schießt Bayern zum Sieg

Die Frauen des FC Bayern haben in der Champions League mit 3:0 bei Benfica Lissabon gewonnen. Klara Bühl brach den Widerstand der Portugiesinnen, danach trafen auch Pernille Harder und Franziska Kett.