Haakon startet als neuer König
Nach der Beerdigung von Harald V. beginnt in Oslo endgültig die Zeit von König Haakon VIII. Der 53-Jährige trat schon bei der Trauerfeier als neue zentrale Figur des norwegischen Königshauses auf.
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Mit der Beisetzung von Harald V. ist in Norwegen nicht nur die Trauer um den langjährigen Monarchen in den Mittelpunkt gerückt, sondern auch der sichtbare Beginn einer neuen Zeit. König Haakon VIII. steht nach dem Abschied von seinem Vater nun offiziell an der Spitze des Königshauses – und genau das war am Tag der Trauerfeier in Oslo bereits deutlich zu sehen.
Ein Abschied mit Signalwirkung
Beim Trauerzug vom Schloss zum Osloer Dom nahm Haakon eine zentrale Rolle ein und ging direkt hinter dem Sarg seines Vaters. Auch während der Zeremonie im Dom saß er an hervorgehobener Stelle neben Königin Sonja und Königin Mette-Marit. Dabei fielen immer wieder kleine Gesten auf, mit denen er seiner Mutter Halt gab. Nach der öffentlichen Feier wurde der Sarg zur Festung Akershus gebracht, wo die Beisetzung im privaten Kreis stattfand.
Mit Haralds Tod war Haakon bereits als neuer König ausgerufen worden. In den vergangenen Tagen absolvierte er schon erste Termine als Monarch und trat vor Parlament und Regierung auf. Der Balkonauftritt am späten Nachmittag wirkte dann wie ein besonders deutliches Bild des Übergangs: Haakon zeigte sich gemeinsam mit Mette-Marit, Ingrid Alexandra, Sverre Magnus und Sonja den Menschen vor dem Schloss, wo die Familie mit Applaus empfangen wurde.
Die neue Ära beginnt unter Druck
Einfach wird der Start für den 53-Jährigen allerdings nicht. Mette-Marit kann nach ihrer Lungentransplantation ihre Aufgaben vorerst nur eingeschränkt wahrnehmen, weil sie sich weiterhin in Rehabilitation befindet. Zugleich sorgen mehrere familiäre Baustellen für zusätzlichen Druck auf das Königshaus.
- Ingrid Alexandra (22) rückt als neue Kronprinzessin stärker in den Fokus.
- Marius Borg Høiby (29) beschäftigt die Öffentlichkeit mit einem laufenden Strafverfahren.
- Auch Märtha Louise und Durek Verrett stehen weiter im Mittelpunkt öffentlicher Debatten.
Dazu kommt das große Erbe von Harald V., der über Jahrzehnte als populäre und verbindende Figur galt. Haakon muss nun seinen eigenen Stil finden und gleichzeitig das Vertrauen bewahren, das sein Vater aufgebaut hatte. Dass dabei auch Ingrid Alexandra künftig häufiger offizielle Aufgaben übernehmen dürfte, machte der Tag in Oslo ebenfalls klar: Der Blick richtet sich längst auf die nächste Generation.
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