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GAK-Coach tobt nach Wechsel-Eklat

20. September 2026
GAK-Coach tobt nach Wechsel-Eklat

Nach dem 2:2 gegen Austria Wien rechnet GAK-Trainer Gerald Scheiblehner mit dem vierten Offiziellen ab. Auslöser waren 14 statt erlaubter 10 Sekunden bei einer Auswechslung, danach musste der GAK kurz in Unterzahl spielen.

Foto: krone

Nach dem 2:2 des GAK gegen Austria kochten die Emotionen nicht nur wegen des späten Ausgleichs hoch. Im Mittelpunkt der Aufregung stand eine Szene in der 80. Minute, die GAK-Coach Gerald Scheiblehner auch nach dem Schlusspfiff nicht losließ. Sein Vorwurf richtete sich nicht an den Schiedsrichter selbst, sondern klar an den vierten Offiziellen.

Vier Sekunden mit Folgen

Der Auslöser: Bei der Auswechslung von Christian Lichtenberger für Anthony Smits dauerte das Verlassen des Feldes laut Regelhütern zu lange. Lichtenberger benötigte 14 Sekunden, erlaubt sind in dieser Saison aber nur zehn. Die Konsequenz: Smits durfte zunächst nicht aufs Feld, der GAK musste bis zur nächsten Unterbrechung in Unterzahl weiterspielen. Genau in dieser Phase erzielte Austria den Ausgleich.

Scheiblehner spricht von Respektlosigkeit

Im Gespräch mit Sky übte Scheiblehner danach deutliche Kritik. Er bezeichnete das Verhalten des vierten Offiziellen als respektlos und störte sich vor allem an dessen Umgangston gegenüber dem Trainerteam. Aus seiner Sicht müsse man auch berücksichtigen, dass Spieler nach 80 Minuten voller Einsatz nicht immer sekundengenau vom Platz kommen. Dass daraus eine spielentscheidende Situation entstehen könne, machte den GAK-Coach besonders wütend.

Gleichzeitig differenzierte Scheiblehner bei seiner Analyse. Dem Schiedsrichter bescheinigte er ausdrücklich eine gute Leistung. Seine Kritik bezog sich ausschließlich auf den vierten Offiziellen. Zusätzlich verwies er auf eine weitere Szene, in der laut Scheiblehner ein Ball schnell zu einem Spieler geworfen wurde und dadurch ein Einwurf beschleunigt worden sei. Auch das sei aus seiner Sicht nicht regelkonform gewesen und vom vierten Offiziellen nicht geahndet worden.

Eine mögliche Strafe für seine klaren Worte fürchtet der GAK-Trainer nach eigenen Angaben nicht. Er bleibe bei seiner Einschätzung, dass das Verhalten ihm gegenüber nicht in Ordnung gewesen sei. Nach dem packenden 2:2 ist damit klar: Diskutiert wird in Graz nicht nur über das Resultat, sondern vor allem über vier Sekunden, die im Finish für mächtig Ärger sorgten.

Quelle: krone

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