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Yakin sichert sich zwei Talente

11. September 2026
Yakin sichert sich zwei Talente

Nationaltrainer Murat Yakin macht bei Doppelbürgern ernst: Für die vier Nations-League-Spiele ab 26. September beruft die Schweiz erstmals Winsley Boteli und Alvyn Sanches. Alessandro Romano tendiert dagegen zu Italien.

Foto: tagblatt

Im Schweizer Fussball ist das Thema seit Jahren heikel: Doppelbürger mit grossem Potenzial sollen möglichst früh für die Nati gewonnen werden. Nun setzt Murat Yakin ein deutliches Zeichen. Für die kommenden vier Nations-League-Partien ab 26. September will der Nationaltrainer zwei junge Offensivspieler erstmals aufbieten, die sich nun zur Schweiz bekennen.

Im Fokus standen zuletzt drei Namen: Alessandro Romano, Winsley Boteli und Alvyn Sanches. Alle drei gelten als hochbegabt, sind jung, besitzen neben dem Schweizer Pass noch eine weitere Staatsbürgerschaft und haben bislang noch kein Pflichtspiel für die A-Nati bestritten. Damit war ihre internationale Zukunft offen – und für den Verband entsprechend brisant.

Boteli sagt Ja zur Schweiz

Besonders spektakulär ist die Entwicklung bei Boteli. Der Stürmer vom FC Sion sorgt mit einer starken Torquote für Aufsehen: 12 Tore in 12 Spielen. Erst im Sommer 2025 war er von Mönchengladbach nach Sion ausgeliehen worden, inzwischen wurde er für 3,5 Millionen Euro fix verpflichtet. Laut Bericht hätte Sion ihn zuletzt sogar schon für 30 Millionen an Galatasaray weiterverkaufen können. Entscheidend für die Nati: Boteli widerstand dem Werben des Kongo und legte sich in dieser Woche endgültig auf die Schweiz fest.

Romano tendiert zu Italien

Weniger erfolgreich verlief Yakins Mission bei Alessandro Romano. Der Trainer war im August extra nach Cagliari gereist, um den 20-jährigen Mittelfeldspieler persönlich zu treffen. Romano, der nach vier Jahren im Nachwuchs der AS Roma im Sommer nach Cagliari wechselte, hat sich dort sofort einen Stammplatz in der Serie A erarbeitet. Am Ende entschied er sich jedoch vorerst gegen die Schweiz und will sein Glück im italienischen Nationalteam versuchen.

Für Yakin ist die Zwischenbilanz damit klar: Zwei begehrte Doppelbürger sind an die Schweiz gebunden, einer hat sich anders entschieden. Gerade mit Blick auf die Zukunft ist das für die Nati ein wichtiger Erfolg.

Quelle: tagblatt

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