Xhaka im Zertifikats-Wirbel
Gegen Granit Xhaka läuft in Luzern ein Verfahren wegen eines mutmaßlich gefälschten Covid-Zertifikats. Die Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen, für Xhaka und eine Ärztin gilt die Unschuldsvermutung.
Foto: Wikimedia Commons / Ludovic Péron, CC BY-SA 3.0
Gegen Granit Xhaka ist im Kanton Luzern ein Verfahren im Zusammenhang mit einem möglichen gefälschten Covid-Zertifikat eröffnet worden. Das berichten Schweizer Medien, die Luzerner Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorgang dem SRF. Im Zentrum steht die Frage, ob strafrechtlich relevantes Verhalten rund um ein Corona-Zertifikat vorliegt.
Staatsanwaltschaft bestätigt Verfahren
Wie der Informationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern gegenüber SRF erklärte, wird geprüft, ob es um eine mögliche Erschleichung einer falschen Beurkundung und/oder um Urkundenfälschung geht. Laut dem Bericht soll eine Ärztin das Zertifikat ausgestellt haben. Nach Angaben des Blick wurde ihre Praxis bereits 2023 durchsucht, dabei seien Beweise sichergestellt worden.
Xhaka soll Anfang Oktober bei der Luzerner Staatsanwaltschaft einvernommen werden. Einen genauen Termin nannte die Behörde nicht. Brisant: Die Schweizer Nationalmannschaft spielt am 6. Oktober in Luzern in der Nations League gegen Nordmazedonien.
SFV hält sich noch bedeckt
Der Schweizerische Fussballverband wollte die Sache auf SRF-Anfrage zunächst nicht kommentieren. Aus dem Verband hiess es, man habe derzeit keine verlässlichen Informationen und könne sich deshalb nicht äussern.
- Verfahren wegen möglichem falschen Covid-Zertifikat
- Staatsanwaltschaft Luzern bestätigt Ermittlungen
- Einvernahme von Xhaka für Anfang Oktober geplant
- Für Xhaka und die beteiligte Ärztin gilt die Unschuldsvermutung
Der Fall bekommt auch deshalb zusätzliche Aufmerksamkeit, weil Xhaka schon im September 2021 ein Testspiel gegen Griechenland wegen einer Corona-Erkrankung verpasst hatte und damals nach eigenen Angaben ungeimpft war. Im März 2022 sagte er dann der Aargauer Zeitung, inzwischen geimpft zu sein. Weitere Reaktionen aus dem Umfeld der Nationalmannschaft könnten am Montag folgen, wenn Nati-Direktor Pierluigi Tami zum Start des Trainingslagers in Belek vor die Medien tritt.
Quelle: SRF






