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Tupac-Prozess startet jetzt

18. August 2026
Tupac-Prozess startet jetzt

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Tupac Shakur hat in Las Vegas der Prozess gegen einen 63-Jährigen begonnen. Die Anklage sieht ein Rachemotiv, die Verteidigung spricht von erfundenen Geschichten.

Foto: Tupac Shakur / Interscope Records / Death Row Records /Amaru Records / Wikimedia Commons, Public domain

Im Mordfall Tupac Shakur hat in Las Vegas jetzt der lang erwartete Prozess begonnen. Knapp 30 Jahre nach den tödlichen Schüssen auf den Rapper wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 63-jährigen Duane Davis vor, den Angriff organisiert zu haben. Nach Darstellung der Anklage ging es um Rache: Ein Neffe des Angeklagten soll kurz vor der Tat von Shakur und dessen Begleitern zusammengeschlagen worden sein.

Staatsanwaltschaft sieht Rache als Motiv

Die Ermittler verorten den Auslöser in einer Prügelei in einem Hotel in Las Vegas. Dort wurde laut Anklage ein Verwandter von Davis attackiert. Onkel und Neffe sollen einer kalifornischen Bande angehört haben, die mit einer Gruppierung verfeindet gewesen sei, zu der Verbindungen aus dem Umfeld von Marion „Suge“ Knight bestanden. Zum Auftakt des Prozesses bekamen die Geschworenen Videoaufnahmen dieser Schlägerei zu sehen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Davis anschließend den Plan für den Mord geschmiedet, die Waffe beschafft und sie im Tatfahrzeug an die hinten sitzenden Männer weitergereicht haben. Die Mordwaffe wurde bis heute nicht gefunden. Shakur war am 7. September 1996 im Alter von 25 Jahren in einem Auto angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben. Im Wagen saß damals auch Suge Knight, Mitbegründer von Death Row Records.

Verteidigung attackiert Glaubwürdigkeit

Die Verteidigung weist die Vorwürfe entschieden zurück. Davis' Anwalt zeichnete das Bild eines Mannes, der viel erzähle, übertreibe und erfunden habe, um daraus Nutzen zu ziehen. Deshalb sei auch die Version der Anklage nicht belastbar. Eine wichtige Rolle spielen dabei frühere Aussagen von Davis selbst: Er hatte mehrfach behauptet, im Wagen mit den Schützen gesessen zu haben, und auch in seinen 2019 erschienenen Memoiren über den Fall geschrieben.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden zahlreiche Aussagen erwartet, darunter von Polizisten, Augenzeugen und Angehörigen. Möglicherweise wird auch Davis selbst vor Gericht aussagen. Er ist nach den bisherigen Angaben der einzige noch lebende Insasse des Autos, aus dem die Schüsse abgefeuert worden sein sollen.

Quelle: Tagesschau

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