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Studentin gewinnt Insel auf Zeit

04. September 2026
Studentin gewinnt Insel auf Zeit

Eine 27-jährige deutsche Studentin darf ein Jahr lang die schwedische Insel Marsten verwalten. Eigentümerin ist sie nicht: Dank des schwedischen Jedermannsrechts bleibt das kleine Eiland für alle zugänglich.

Eine deutsche Studentin kommt zu einer ziemlich ungewöhnlichen Auszeichnung: Miriam Wiskemann hat bei einem Wettbewerb des schwedischen Tourismusverbands das Nutzungsrecht an der kleinen Insel Marsten gewonnen. Das Eiland liegt vor der schwedischen Westküste, ist rund 180 Meter lang und etwas mehr als 50 Meter breit. Besitzerin wird die 27-Jährige damit aber nicht – sie übernimmt für ein Jahr die Rolle der Verwalterin.

Insel ja – aber nicht exklusiv

Wer bei einer eigenen Insel an absolute Abgeschiedenheit denkt, liegt in diesem Fall nur teilweise richtig. Zwar darf Wiskemann Marsten ein Jahr lang nutzen, wirklich abschotten kann sie das Fleckchen Natur aber nicht. Grund ist das schwedische Allemansrätten, also das Jedermannsrecht. Es erlaubt grundsätzlich allen Menschen, solche Inseln zu betreten oder sich in der Umgebung frei zu bewegen.

Die neue Inselverwalterin beschreibt ihre Aufgabe deshalb eher als symbolisch. Viel Infrastruktur gibt es auf Marsten ohnehin nicht: ein kleiner Orientierungsturm für Fischer, dazu Felsen, etwas Vegetation und reichlich Hinterlassenschaften von Vögeln. Genau diese Mischung aus Ruhe, Natur und Einfachheit macht für Wiskemann offenbar den Reiz aus.

Gewinnspiel mit Tausenden Bewerbungen

Hinter der Aktion steckt Visit Sweden. Der Tourismusverband hat in diesem Jahr insgesamt fünf unbewohnte Inseln vergeben. Nach Veranstalterangaben gingen dafür mehr als 2.000 Video-Bewerbungen aus rund 100 Ländern ein.

Mit der Aktion will Schweden laut Tourismusverband zeigen, dass der Traum von der eigenen Insel nicht unbedingt Besitz bedeuten muss. Das Land verweist dabei auch auf seine enorme Zahl an Inseln: Mit mehr als 267.000 habe Schweden die meisten Inseln der Welt. Für Miriam Wiskemann dürfte Marsten damit vor allem eines sein – kein Privatbesitz, sondern eine sehr besondere Erfahrung auf Zeit.

Quelle: Tagesschau

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