Musik & Film

Schuldspruch im Tupac-Mord

01. September 2026
Schuldspruch im Tupac-Mord

Fast 30 Jahre nach dem Tod von Tupac Shakur ist in Las Vegas ein Schuldspruch gefallen. Der frühere Gang-Anführer Duane Davis wurde als Drahtzieher des tödlichen Angriffs auf den Rapper verurteilt.

Foto: Tupac Shakur / Interscope Records / Death Row Records /Amaru Records / Wikimedia Commons, Public domain

Im Mordfall um Tupac Shakur ist nach fast drei Jahrzehnten ein Urteil gefallen: In Las Vegas wurde der frühere Gang-Anführer Duane Davis von Geschworenen schuldig gesprochen. Nach Auffassung des Gerichts war der heute 63-Jährige für die Planung des tödlichen Angriffs auf den Rapper verantwortlich.

Nicht der Schütze, aber laut Anklage der Drahtzieher

Davis wurde nicht vorgeworfen, selbst geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah ihn vielmehr als zentrale Figur hinter der Tat. Nach ihrer Darstellung organisierte er die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaats Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, wenn er eine Tat entscheidend unterstützt.

Der Fall hatte die US-Justiz über Jahre beschäftigt. Davis war bereits 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes unter Einsatz einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Vor Gericht hatte er auf nicht schuldig plädiert.

Ein Fall, der jahrzehntelang offen blieb

Tupac Shakur gehörte zu den prägenden und erfolgreichsten Rap-Künstlern der 1990er Jahre. Der Musiker wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Weil lange entscheidende Beweise fehlten, kamen die Ermittlungen über Jahrzehnte kaum voran.

Mit dem Schuldspruch endet nun einer der bekanntesten ungeklärten Fälle der US-Rapgeschichte zumindest vor Gericht. Dass es dazu erst knapp 30 Jahre nach der Tat kam, zeigt, wie zäh und kompliziert die Ermittlungen in diesem Fall gewesen sind.

Quelle: Tagesschau

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