Musik & Film

Österreich setzt auf „Rose“

14. August 2026
Österreich setzt auf „Rose“

Österreich schickt 2027 Markus Schleinzers Film „Rose“ ins Rennen um den Oscar für den besten internationalen Film. Das Schwarz-Weiß-Drama mit Sandra Hüller setzte sich gegen zwei andere heimische Produktionen durch.

Österreich hat seine Entscheidung für das Oscar-Rennen getroffen: „Rose“ von Markus Schleinzer soll das Land bei den Academy Awards 2027 in der Kategorie bester internationaler Film vertreten. Das gab die zuständige Jury bekannt. Der Historienfilm setzte sich damit gegen „Gentle Monster“ von Marie Kreutzer und „Vier minus drei“ von Adrian Goiginger durch.

Schwarz-Weiß-Drama mit Sandra Hüller

Im Zentrum von „Rose“ steht eine Frau während des Dreißigjährigen Krieges, gespielt von Sandra Hüller. Die Figur gibt sich als Mann aus, findet ihren Platz in einer Dorfgemeinschaft und lebt gleichzeitig permanent mit der Gefahr, enttarnt zu werden. Für ihre Leistung wurde Hüller bereits bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Die Jury hob vor allem die besondere Machart des Films hervor. Gelobt wurden die poetischen Schwarz-Weiß-Bilder, die starke visuelle Wirkung und Schleinzers präzise Filmsprache. Auch die ruhige, elliptische Erzählweise des Dramas wurde als besondere Qualität genannt.

Der Weg zum Oscar ist noch lang

Für Regisseur Markus Schleinzer ist die Auswahl ein wichtiges Signal. In einer Aussendung zeigte er sich erfreut darüber, dass der bisherige Weg des Films nun als österreichischer Oscar-Beitrag fortgesetzt werden kann. Bis zu einer tatsächlichen Nominierung sind allerdings noch mehrere Etappen zu überstehen.

Ob „Rose“ es am Ende tatsächlich auf die finale Liste schafft, wird sich also erst in den kommenden Monaten entscheiden. Klar ist schon jetzt: Österreich setzt im internationalen Wettbewerb auf einen stillen, bildstarken Film mit großer historischer Wucht.

Foto: Wikimedia Commons / Martin Kraft, CC BY-SA 4.0

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