Musik & Film

De Niro und Scott im Vater-Stress

28. August 2026
De Niro und Scott im Vater-Stress

Robert De Niro und Adam Scott spielen im Netflix-Thriller „Der Kinderflüsterer“ Vater und Sohn. Beide sagen, dass die Geschichte um ein verschwundenes Kind auch ihre eigenen Ängste als Väter berührt hat.

Foto: gala_de

Ein verschwundenes Kind, ein zerrüttetes Vater-Sohn-Verhältnis und ein alter Serienfall: Mit „Der Kinderflüsterer“ bringt Netflix ab 28. August einen Psychothriller an den Start, der nicht nur auf der Leinwand unter die Haut geht. Denn für Adam Scott und Robert De Niro war der Stoff auch persönlich nah dran.

Scott spielt den verwitweten Krimiautor Tom Kennedy, dessen achtjähriger Sohn Jake plötzlich verschwindet. Ausgerechnet in dieser Ausnahmesituation muss er mit seinem entfremdeten Vater Pete zusammenarbeiten, gespielt von De Niro. Pete war früher Polizeidetektiv und hatte einst den berüchtigten Täter gefasst, der als „Der Kinderflüsterer“ bekannt wurde. Als neue Entführungen auffällige Ähnlichkeiten mit den alten Fällen zeigen, beginnt für Vater und Sohn eine belastende Suche nach der Wahrheit.

Rolle traf Scott als Vater direkt

Im Gespräch über den Film machte Scott deutlich, wie sehr ihn das Thema auch jenseits der Schauspielerei beschäftigt hat. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, schaute er laut eigener Aussage Dokumentationen und sogar unbearbeitetes Material von Menschen in vergleichbaren Extremsituationen. Besonders erschütternd sei für ihn die Vorstellung gewesen, dass sich für Eltern mit einem einzigen Moment das komplette Leben verändert.

Der 47-Jährige zog dabei auch eine Verbindung zu seinem eigenen Familienleben. Seine Kinder sind inzwischen 18 und 20 Jahre alt und werden zunehmend selbstständig. Gerade das habe bei ihm Fragen ausgelöst, die auch im Film mitschwingen:

Auch De Niro fühlte die Geschichte nah

Auch Robert De Niro, selbst Vater von sieben Kindern und außerdem Großvater, konnte den Stoff nicht rein technisch spielen. Für ihn habe die eigene Lebenserfahrung geholfen, die Szenen greifbarer zu machen. Gerade weil er im Film nicht den suchenden Vater, sondern dessen entfremdeten Vater verkörpert, bekam die Familiengeschichte eine zusätzliche emotionale Ebene. Genau das dürfte „Der Kinderflüsterer“ zu mehr machen als nur einem klassischen Krimithriller: Im Zentrum steht nicht nur ein Verbrechen, sondern die Frage, was Eltern und Kinder einander wirklich mitgeben.

Quelle: gala_de

Mehr aus Musik & Film

Depp-Ausstellung sorgt für Streit
Musik & Film02. September 2026

Depp-Ausstellung sorgt für Streit

In Düsseldorf sorgt „The Art of Johnny Depp“ für Diskussionen. Schon die zugespitzte Frage rund um Kitsch oder Imagepflege zeigt: Die Schau polarisiert deutlich.

Filmlegende Rappeneau ist tot
Musik & Film02. September 2026

Filmlegende Rappeneau ist tot

Der französische Regisseur Jean-Paul Rappeneau ist im Alter von 94 Jahren gestorben. International bekannt wurde er vor allem mit „Cyrano von Bergerac“, der 1990 zehn Cesars gewann.

Clooney erobert Venedig
Musik & Film02. September 2026

Clooney erobert Venedig

Beim 83. Filmfestival von Venedig wird George Clooney zur Eröffnung mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt. Neben ihm bringen auch Robert Pattinson, Werner Herzog sowie Penélope Cruz und Javier Bardem neue Filme auf den Lido.

Miley streicht jetzt Cyrus
Musik & Film02. September 2026

Miley streicht jetzt Cyrus

Miley Cyrus nennt sich beruflich nur noch Miley und kündigt ihr zehntes Studioalbum an. „Bass Persuades“ erscheint am 18. September und soll auch eine Zusammenarbeit mit der New Yorker Noise-Rock-Band Model/Actriz enthalten.

Herr Lehmann ist zurück
Musik & Film02. September 2026

Herr Lehmann ist zurück

Autor Sven Regener kehrt 25 Jahre nach seinem Kultroman „Herr Lehmann“ zu Frank Lehmann zurück. Der neue Roman „Frankie und Freddie“ führt erneut ins Westberlin vor dem Mauerfall und rückt auch das Verhältnis der Brüder in den Mittelpunkt.

Zarrella rührt Schloss Rheydt
Musik & Film02. September 2026

Zarrella rührt Schloss Rheydt

Giovanni Zarrella hat zum Finale der Sommermusik am Schloss Rheydt zweieinhalb Stunden lang italienisches Flair geliefert. Besonders emotional wurde es, als der 48-Jährige offen über seine schwere Zeit nach dem Bro’Sis-Aus sprach.